Zusammenfassung unserer Truck Camper Rundreise

Wie versprochen, hier jetzt die Zusammenfassung von unserem erstem Truckcamper-Urlaub in Kanada, genauer gesagt, BC und Alberta.

Beginnen möchte ich mit ein paar allgemeinen Informationen:

Unsere Rundreise begann und endete in Vancouver. Zwischenstationen waren Squamish, Clearwater, Mt. Robson, Jasper, Lake Louise, Revelstoke, Castlegar und Hope. Alles zusammengerechnet ergab es eine Strecke von 3000 km in zwei Wochen. Sicherlich hätte man die Strecke verkürzen und an dem ein oder anderen Ort länger bleiben können, aber das wollten wir nicht. Wir wollten die Strecke abfahren, die wir uns während der Vorbereitung ausgesucht hatten. So im Nachhinein, war es eine gute Entscheidung, denn selbst wenn man Monate für diese Strecke zur Verfügung gehabt hätte, würde man es nicht schaffen, alles Sehenswerte sich anzuschauen. Diese kleine „Ecke“ von Kanada zeigte uns eine fantastische Vielfalt der Natur. Dass wir sicherlich noch mal nach Kanada zurückkehren werden, ob hierher oder in einen anderen Teil von Kanada, wird sich zeigen.

Zusammenfassung unserer Truck Camper Rundreise

Kanada-Rundreise

Unsere Rundreise begann mit der Übernahme unseres Truckcampers bei Fraserway in Vancouver. Die Übergabe und die Einweisung verlief super schnell, super freundlich, dafür mal ein Danke an die Mitarbeiter von Fraserway. Mit dem letzten Tipp zum nächstgelegenem Walmart ging es dann auch schon los.

unser Zuhause für die nächsten 2 Wochen

unser Zuhause für die nächsten 2 Wochen

Für unsere erste Übernachtung hatten wir uns einen Campground in Squamish ausgesucht, da der Campground im Porteau Cove Provicial Park bereits ausgebucht war. Auf dem Weg dorthin, stoppten wir bei der Sea to Sky Gondola. Da das Wetter aber nicht so „berauschend“ war und uns der Preis zu teuer erschien, wählten wir den Spaziergang zu den Shannon Falls und es hat sich gelohnt.

Shannon Falls

Shannon Falls

Für den nächsten Tag war die Strecke über 100 Mile House bis nach Clearwater geplant. Da uns auf Grund von mehreren Stops – die Landschaft war einfach umwerfend – die Zeit davon lief, mussten wir kurzfristig umdisponieren und sind dann über Kamloops gefahren. Hier, am Hwy entlang kann man „richtig“ Gas geben und kann damit etwas Zeit aufholen.

Für Clearwater hatten wir uns zwei Übernachtungen vorgenommen, um den Wells Grey National Park zu besuchen. Es war wunderschön, sehr zu empfehlen. Wer die Zeit hat, sollte bis hinter zum Clearwater Lake fahren. Wir hatten das Glück, dass kein Mensch dort war, was für eine Ruhe und Stille, nur unterbrochen durch das Plätschern des Wassers.

Clearwater Lake

Clearwater Lake

Helmcken Falls

Helmcken Falls

Dawson Falls

Dawson Falls

bis hoch zum Clearwater Water Lake

bis hoch zum Clearwater Water Lake

Von Clearwater ging es weiter nach Jasper. Da wir zwischendurch noch einen Stop einlegen wollten, entschieden wir uns für den Mt. Robson Shadow Campground, der direkt in der Nähre des Mt. Robson liegt. Bedingt durch die noch frühe Jahreszeit, hatten wir auch hier, wie bei fast allen Campgrounds, die freie Auswahl. Direkt am Fluß mit einem herrlichen Ausblick auf den Mt. Robson.

Mt. Robson

Mt. Robson

Am darauffolgenden Tag war es dann soweit, wir hatten Jasper erreicht. Auch hier wollten wir zwei Tage verbringen. Ganz oben auf unserem Programm stand natürlich der Maligne Lake. Leider war er noch zum größten Teil mit Eis bedeckt, aber es war trotzdem schön.

Maligne Lake

Maligne Lake bedeckt mit Eis, aber man kann schon die Wasserfarben erahnen, wie es ausschauen würde, wenn kein Eis vorhanden wäre.

Maligne Lake, Eis aus dem See

Maligne Lake, Eis aus dem See

Da es so viele schöne Orte und Aussichten rund um Jasper gibt, die ich an dieser Stelle nicht alle aufzeigen oder mit Bilder wiedergeben kann, schaut Euch bitte meinen Einzelbetrag über Jasper an.

Nach Jasper sollte der Icefield Highway, das nächste Hightlight werden. Mein Tipp: plant genügend Zeit dafür ein. Es sind zwar bis nach Lake Louise nur ca. 220 km, aber durch die ständigen Stopps, werden es gefühlte 400 km. Wir hatten zwar im Vorfeld einiges bezüglich Zeitaufwand gelesen, aber wenn man erst mal dort ist, dann verfliegt die Zeit einfach nur. Wir hatten 3-3.5 Stunden eingeplant, am Ende wurden es einige mehr.

Athabasca Icefield

Athabasca Icefield

Jetzt wird der eine oder andere sagen, gibt es nicht noch mehr Bilder, Texte. Nicht an dieser Stelle. Ich habe mich dazu entschlossen, zwar hier und da ein Bild mit einzufügen, aber bitte, schaut Euch meine Einzelbeiträge an, dies soll nur eine Zusammenfassung sein.

Lake Louise, jeder spricht, schreibt davon. Hier muss man mal gewesen sein. Der See mit seinem berühmten Hotel. Klar, es war wunderschön dort, obwohl der See auch noch größtenteils mit Eis bedeckt war. Aber wenn ich ehrlich bin, der Moraine Lake hat mir weitaus besser gefallen. Das ist natürlich immer eine Ansichtssache und jeder kann/soll für sich selbst entscheiden.

Moraine Lake

Moraine Lake

Von Lake Louise aus ging es dann auch schon wieder „Rückwärts“ Richtung Vancouver. Aber da war natürlich noch der Emerald Lake und hier hatten wir das Glück, dass er eisfrei war. Was für ein Panorama, wow!!!

Emerald Lake

Emerald Lake

Emerald Lake, wow, was für ein Panorama!!!

Emerald Lake, wow, was für ein Panorama!!!

Ich glaube, von der gesamten Reise, hat der Emerald Lake, den größten Eindruck auf mich gemacht.
Über Revelstoke ging es dann weiter nach Nakusp. Hier hatte sich für uns die Möglichkeit ergeben, die Seele mal in einer 38°C bis 42°C Thermalquelle baumeln zu lassen. Zuvor mussten wir aber noch eine Fährfahrt von Shelter Bay nach Galena Bay „überstehen“. Was ich hierbei gelernt hatte, Propangas zudrehen, hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht auf dem Radar. Ehrlich gesagt, es war unsere erste Fährfahrt, also für das nächste mal wissen wir es.

Shelter Bay, Arrow Lake

Shelter Bay, Arrow Lake

Der Campground Nakusp Hot Spring, etwas abseit in den Bergen vor Nakusp, war wunderschön gelegen, wenn man die Geräuschkulisse des Kuskanax River (70-75 dB) mal unberücksichtigt lässt. Am nächsten Morgen hatte ich das Gefühl, dass ich in einem Hotelzimmer geschlafen hätte, im dem die ganze Nacht die Aircondition auf voller Stärke gelaufen wäre. Aber es war ein Erlebnis, das ich nicht missen wollte.

Eine Sache die wir bei der Ankunft miterleben mussten, hatte mich schon zum Nachdenken gebracht. Was war passiert. Bei unserer Ankunft war ein Mitarbeiter der Nakusp Hot Spring gerade dabei, eine Bärin (das Kleine war nicht zu sehen) mit dem Auto zurück in den Wald zu verscheuchen. Klar, die Sicherheit der Gäste steht an höchster Stelle, aber muss der Mensch denn alles in Besitz nehmen und dadurch die ursprünglichen „Bewohner“ verscheuchen? Anderes Beispiel, es war irgendwo auf den Icefield Highway. Ein Bär war gerade dabei zu „frühstücken“ (es war übrigens das erst mal, dass wir einen Bär in freier Natur gesehen hatten). Er hatte sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen. Ich glaube jeder der in den anderen PKWs saß, hatte sich an dem Anblick erfreut. Bis eine Gruppe von Personen kam, die kaum angekommen, sofort aus den Autos stiegen und Richtung Bär stürmten. Einer meinte sogar ein Selfie mit dem Bären machen zu müssen. Hallo, überall wird darauf hingewiesen, wie man sich in solch eine Situation zu verhalten hat und dann kommen solche Idioten. Was wäre passiert, wenn der Bär nicht so cool geblieben wäre??? Dann hätte es wieder geheißen, „der böse Bär hat Menschen angegriffen und muss getötet werden“. Sorry, aber so etwas geht mir so gegen den Strich. So, das musste ich mal loswerden, da es mich fürchterlich aufregt, wenn irgendwelche Personen sich Dinge herausnehmen, die letztendlich zu der Verschlechterung der Gesamtsituation führen und andere darunter zu leiden haben.

So jetzt geht aber weiter Richtung Süden, Richtung Castlegar. Hier haben wir das erste mal auf einem Campground übernachtet, der ausschließlich für Erwachsene vorgesehen war. Von so etwas hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch nie gehört. Ich kannte zwar Erwachsenenhotels, aber Campground??? Zwischenzeitlich habe ich gelernt, dass diese mittlerweile sehr verbreitet sein sollen. Na ja, das werde ich mir noch mal etwas genauer anschauen.

Christina Lake

Christina Lake

Osoyoos, sollte unser nächster Halt werden. Die Strecke dorthin ist schon toll. Man passiert Weinanbaugebiete, die durch diverse Obstsortenanbaugebiete abgelöst werden; man fährt durch eine Gegend, die einer Voralpenlandschaft ähnelt und plötzlich schaut man von oben auf den Osoyoos Lake, mit der dazugehörigen Stadt Osoyoos.

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Osoyoos Lake

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Osoyoos Lake

Auf dem letzten Stück unserer Rundreise, wollten wir noch einen Stopp in Hope einlegen. Das Örtchen Hope ist eigentlich nichts besonderes, wenn man mal von dem gewaltigen Erdrutsch, der am 09.01.1965 mit 46 Millionen m3 runter kam, absieht. Aber für Rambo Fans ist er natürlich schon was Sehenswertes. Hier wurde vor 35 Jahren der Film „Rambo First Blood“ gedreht. Einige der Aufnahmen wurden im Coquihalla Canyon gedreht, in dem auch die Othello Tunnels zu sehen sind, ein Besuch lohnt sich.

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Othello Tunnels

Hier hing Rambo, während die Hubschraubercrew ihn angriff. Sorry Leute, aber jeder Rambo Fan wird verstehen, dass das gesagt werden musste.

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Othello Tunnels

Wie Ihr vielleicht festgestellt habt, habe ich bis dato noch nichts über Campgrounds erwähnt. Das habe ich auch bewusst gemacht, da jeder seine eigenen Vorstellungen von der Ausstattung eines Campground hat. Der eine will in einer abgelegenen Ecke ohne Wasser/Strom übernachten, der andere auf einem voll ausgestattetem Campground, vielleicht sogar noch mit Pool und anderen Annehmlichkeiten. Das muss und soll jeder für sich selbst entscheiden. Im Allgemeinen möchte ich nur sagen, manch ein Campground, den wir auf unsere Rundreise besucht hatten, möchte ich nicht in der Hochsaison erleben. Aber ich kann natürlich auch die Leute verstehen, die nur zu dieser Zeit die Möglichkeit haben sich Kanada anzuschauen. Ich für meinen Teil habe mitgenommen, dass es unendlich viele Campgrounds auf unserer Strecke gegeben hat und ich werde mir in Zukunft keine Sorgen mehr um Campgrounds machen. Aber zu einem möchte ich schon noch eine Aussage treffen. Den Othello Campground würde ich nicht mehr anfahren. Er hat zwar den Vorteil, dass er in der Nähe der Othello Tunnels liegt, aber er ist schon recht „abenteuerlich“ und die sanitären Einrichtungen lassen zu wünschen übrig. Bitte, das ist meine persönliche Meinung. Jemand anderes kann ihn ganz toll finden. Ich jedenfalls nicht! Sollte ich wieder mal in die Ecke kommen, am Rand von Hope gibt es einen (Coquihalla Campground), der wesentlich besser ausgesehen hat.

Jetzt aber genug von Campgrounds, zurück zur Rundreise. Ja, nach Hope führte uns unser Weg dann direkt zurück nach Vancouver. Von Frayserway hatten wir einen Voucher für einen von drei ausgesuchten Campgrounds bekommen, den man für die erste, bzw. die letzte Übernachtung einsetzen konnten. Wir hatten uns schon während der Vorbereitung für den Burnaby Campground entschieden. Somit war ich dankbar für diesen Voucher, denn 66$ für eine Übernachtung, das ist schon heftig. Man muss ihm zu Gute halten, dass er nicht weit weg von Fraserway liegt und durch die Anbindung des Sky Trains in der Nähe, die optimalen Voraussetzungen für einen Besuch von Vancouver mit sich bringt. Ob ich das das nächste mal auch so machen würde, weiß ich noch nicht. Vielleicht würde ich mir irgendwo einen anderen suchen. Aber das würde ich auf die entsprechende Situation ankommen lassen.

Wie bereits erwähnt, gibt es eine Haltestation des Sky Trains in der Nähe des Burnaby Campgrounds. Dies vereinfachte natürlich unseren abschließenden Spaziergang durch Vancouver und den Stanley Park, da wir uns nicht mehr mir dem Truckcamper durch Vancouver Downtown kämpfen mussten und dies noch zu Rushhour.

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Sky Train Vancouver

Am nächsten morgen, mussten wir unseren „lieb gewonnenen“ Truckcamper wieder bei Fraserway zurückgeben. Die Abnahme und Abgabe war problemlos. Was dem Mitarbeiter wichtig war, war lediglich das der Tank voll war und ob es irgendwelche Probleme gab. Da dies aber bei uns nicht der Fall war, war es eine Sache von 5 min. dann war das Thema durch. So, noch ein letzter Blick auf unseren TC und schon ging es ab zum Flughafen. Der Transfer dorthin wurde auch von Fraserway durchgeführt, was natürlich sehr praktisch war.

unser TC

unser TC

Alles im Allem, eine super Urlaub mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen, den ich genauso wieder machen würde. Aber auch mit dem ein oder anderen Erlebnis, wo es sich lohnt mal darüber nachzudenken.

Während des Schreibens von diesem Beitrag, habe ich mich entschlossen, den Beitrag über den Truckcamper separat zu schreiben, da es sonst zu viel geworden wäre.

Habt Spaß beim Lesen und vielleicht beinhaltet er ja den ein oder anderen Anstoß auch mal solch eine Reise zu unternehmen. Nähere Einzelheiten findet ihr natürlich in den Einzelbeiträgen. Gerne könnt ihr mich auch unter meiner e-mail Adresse erreichen, falls ihr spezielle Fragen habt und diese nicht öffentlich machen wollt.

Liebe Grüße royusch

Fotos von royusch



Kategorien:Alberta, British Columbia, Kanada, Nordamerika, Reisen

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  1. Bin auf der Suche nach einer neuen Kamera, achter Teil – ROYUSCH'S REISEN, RADTOUREN & FOTOGRAFIE

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