New Mexico, Reise durch das „Land der Verzauberung“ (Land of Enchantment) III

Heute war der Tag des Abschiedes gekommen, zu mindestens für die nächsten Tage. Wir mussten los, wenn wir noch nach Santa Fe wollten. Unser Weg sollte uns über Salinas Pueblo nach Santa Fe und dann weiter nach Taos führen.

on the road again, heading north

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Das Salinas Pueblo Missions National Monument ist eine Gedenkstätte. Die Einrichtung besteht aus drei räumlich getrennten Teilen, die jeweils die Ruinen der Kirche einer Spanischen Mission aus dem frühen 17. Jahrhundert und die nur teilweise ausgegrabenen Pueblos der Indianer, die von den Spanier missioniert werden sollten, bewahren. Die Siedlungen liegen rund 40 Kilometer östlich des Rio Grande an der Ostflanke der Manzano Mountains. Sie umrunden das abflusslose Estancia Becken und dessen Salzseen nachdem die Region und die Siedlung benannt sind. Die ältesten Spuren reichen bis 6000 v. Chr. zurück, dauerhafte Siedlungen lassen sich ab etwa dem Jahr 700 nachweisen.

Am darauffolgenden Tag erreichten wir Santa Fe. Was für eine Stadt, mit ihren alten Gebäuden und einem gewissen „Wild West Flair“. Bereits im 12. Jahrhundert bestand an der Stelle der heutigen Stadt eine Indianersiedlung. Im 16. Jahrhundert kamen die ersten Spanier. 1610 wurde Santa Fe Sitz des Gouverneurs der Provinz Nuevo Méjico des Vizekönigreiches Neuspanien. Santa Fe ist damit die älteste Hauptstadt in den USA. Auf Grund seiner Geschichte hat Santa Fe mehrere historische Gebäude, darunter das älteste öffentliche Gebäude der USA, der Gouverneurpalast von 1610 und die älteste Kirche der USA, die San-Migel-Kirche aus dem Jahr 1628.

Leider hatten wir zu wenig Zeit eingeplant und mussten bald schon wieder weiterziehen. Wenn ich heute noch mal nach Santa Fe kommen würde, würde ich sicherlich einen ganzen Tag einplanen und die Stadt in vollen Zügen genießen.

Auf dem Weg nach Taos, unserem nächsten Ziel, legten wir noch einen Stop ein, um uns die römisch-katholische Kirche in Chimayo anzuschauen, genauer gesagt: „El Santuario de Chimayo“. Das Santuario, zu deutsch „Heiligtum“ ist berühmt für seine Geschichte und als zeitgenössischer Wallfahrtsort. Mit seinen 300.000 Besucher pro Jahr ist es einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte in den USA.

Am frühen Nachmittag hatten wir Taos oder auch Taos Pueblo erreicht, so dass wir noch genug Zeit hatten uns diesen Ort anzuschauen, bevor wir unseren Campground aufsuchen mussten.

Taos Pueblo ist vermutlich die älteste, durchgängig bewohnte Siedlung der USA. Das Dorf an sich besteht aus zwei Pueblos. Der älteste Teil geht auf die Anasazi-Kultur zurück und wurde zwischen 1.000 und 1450 errichtet. Als die Spanier ab 1540 den heutigen Südwesten der USA erreichten, fanden sie die Siedlung auf der Suche nach den legendären „Sieben Goldenen Städten“ im Goldland Cibola. Die Bauten bestehen aus Adobe-Lehmziegeln und sind mehrstöckig angelegt. Zum Aufstieg in die oberen Stockwerke dienen auch heute noch überwiegend Leitern.

Unser Campground für die kommende Nacht, was ein „Highlight“. Als WoMo-Neuling kennt man sich ja noch nicht so richtig mit den Campgrounds und deren Standorte aus. So hatten wir uns kurzfristig für einen in der Nähe der Rio Grande Gorge Bridge entschieden. Was wir aber nicht bedachten, die Landschaft war eine offene Ebene und ein starker Wind war im Anmarsch. Es wurde eine recht ungemütliche Nacht, in der unser WoMo heftigst durchgeschüttelt wurde. Aber wir haben es überstanden und konnten am nächsten Morgen unser Reise fortsetzen.

Fortsetzung folgt….

Fotos von royusch



Kategorien:New Mexico, Nordamerika, Reisen, USA

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