Arizona, USA, eine Reise durch berühmte Wüsten- und Canyonlandschaften I

Nach unsere ersten WoMo-Reise durch New Mexico, wollten wir mit all unseren gewonnen Erfahrungen erneute einen WoMo-Trip wagen. Diesmal sollte es der Nordosten von Arizona (Grand Canyon State) sein. Aus dem 25ft WoMo wurde aber ein 21ft WoMo. Wir wollten nicht noch mal „unnötige Platz“ durch die Gegend fahren.

Arizona-Rundreise

Arizona-Rundreise

Geplant war die Strecke Ruidoso – Springerville – Chinle – Monument Valley – Grand Canyon – Flagstaff – Springerville und zurück nach Ruidoso.

Während der Rundreise wollten wir uns den Canyon de Chelly, die Naturale Bridges, den Lake Powell, das Monument Valley und natürlich den Grand Canyon von seiner Nord- und Südseite anschauen und das ein oder andere was wir sonst noch auf unserem Weg entdecken würden.

Jetzt wird sich der ein oder andere Fragen, wie kommt man gerade auf Ruidoso? Das ist ganz einfach, wir haben Familie dort und somit sollte es auch diesmal wieder unser „Heimatbasis“ werden, von der wir unsere Ausflüge starten wollten.

Start und Ziel war also wie immer Ruidoso, NM. Ruidoso, ein kleines Städtchen mit etwa 7.700 Einwohnern liegt in den Bergen der Sierra Blanca und ist ein beliebter Wintersportort. Diese Resort-Gemeinde liegt in der Nähe der sehr bekannten Skipisten von Ski Apache, welche im Besitz der Mescalero Apachen sind. Sollte mal jemand nach Ruidoso kommen oder in die Nähe sein, dann unbedingt ein Stop beim  Cafe Rio einlegen. Cafe Rio ist für seine Pizzen bekannt und wird als eine der besten, wenn nicht sogar als beste Pizzeria von New Mexico bezeichnet.

Nach ein paar Tagen „Familienurlaub“, war es dann soweit, unser Arizona-Rundreise konnte beginnen.

Von Ruidoso aus führte uns der Weg Richtung Westen, Richtung Apache National Forest. Auf halber Strecke kamen wir am „Very Large Array“, kurz VLA genannt, vorbei. Das VLA ist ein Interferometer für astronomische Beobachtungen im Radiobereich. Die Anlage befindet sich auf der Ebene von San Agustin zwischen den Städten Magdalena und Dativ, etwa 80 km von Soccoro entfernt. Hier wurde unter anderem der Film „The First Contact“ gedreht.

Weiter ging es auf dem „Magdalena Livestock Driveway“ Richtung Springerville, Arizona.  Zwischen 1885 und 1971 wurde diese 5 – 10 Meilen breite „Straße“ benutzt, um Schafe und Rinder von und nach Magdalena, New Mexico oder Springerville, Arizona zu transportieren/treiben. In Spitzenzeiten passierten diesen Ort an die 150.000 Schafe und 21.000 Rinder. Während solch eines Trips bewegten die Cowboys und Hirten die Schafe etwa 5 Meilen und die Rinder etwa 10 Meilen pro Tag. Somit hatten die Tiere genügend Zeit um zu grasen. 1971 wurde dieser Trail offiziell geschlossen.

Etwas südlich von Springerville, suchten wir uns einen Campground (Alpine Ranger Station) für die Nacht, da wir am folgenden Tag über Ganado nach Chinle wollten.

Der Hubbell Trading Post ist eine National Historic Site, ein historischer Handelsposten am Rande der Ortschaft Ganado. Die Station wurde 1876 von John Lorenzo Hubbell gegründet und gehörte zu den wichtigsten Einrichtungen des Handels mit den Navajo-Indianer.

Da ich mich sehr für die Indianer-Kultur interessiere, war es für mich natürlich ein Erlebnis, solch einen alten Handelsposten mal live zu sehen. Medienberichte sind zwar schön, aber live ist natürlich besser 😉

Nach einer kleine Kaffeepause sollte es weiter Richtung Chinle gehen, zum Canyon de Chelly National Monument. Aber während wir so da saßen und die Umgebung genossen, kam ein 19ft WoMo von Cruise America vorbei. Es war zu der Zeit wohl die erste Saison, dass Cruise America diesen Typ von WoMo’s angeboten hatten. Für uns stand fest, sollten wir noch mal eine Tour machen, dann wird dies unser nächstes WoMo.

In der Nähe von Chinle, im Gebiet der Navajo-Nation, im Nordosten von Arizona liegt der Canyon de Chelly, zu deutsch, der Felsencanyon. Dieses National Monument liegt auf rund 1.600 Meter ü.M. und besteht aus drei Haupt-Canyons, dem Canyon de Chelly, dem Canyon del Muerto und dem Monument Canyon. Die in den Canyons befindlichen Zeugnisse menschlicher Siedlungen weisen darauf hin, das die ersten Besiedlungen bereits vor ca. 4500 Jahren statt gefunden haben muss.

Der Spider Rock – zwei etwa 240 Meter hohe Felsnadeln sind das Wahrzeichen des Canyon de Chelly. In der Mythologie der Diné sind die Kuppen der Wohnort der Spinnenfrau (Spider Woman). Nach den Stammesmythen brachte sie den Menschen die Kunst des Webens bei und wird dafür noch heute verehrt. Sie soll aber auch kleine ungehorsame Kinder verschlingen. (Die weißen Gipfel sind der Überzeugung nach die Gebeine der Kinder).

Die White House Ruin – eine kleine Siedlung, gebaut vor etwa 1000 Jahren zur Zeit der frühen Pueblo-Kultur. Sie besteht aus zwei Teilen, einem am Fuß der Felswand und einem zweiten einige Meter darüber in der Felsnische gelegen. Die Außenmauer des oberen Hauses besteht aus weißem Stein, daher der Name. Ein zwei Kilometer langer Weg führt vom Aussichtispunkt White House Overlook zur Ruine hinunter.

(Hier musste ich Wikipedia etwas in Anspruch nehmen 😉 )

Hier hätte ich noch stundenlang sitzen und den Ausblick genießen können. Der Ort hat irgend was mystisches an sich. Irgendwann werde ich mal zurückkehren und mehr Zeit mitbringen.

Fortsetzung folgt….

Fotos von royusch

 

 

 



Kategorien:Arizona, Nordamerika, Reisen, USA

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