New Mexico, Reise durch das „Land der Verzauberung“ (Land of Enchantment) I

Donnerstägliche Retrospektive: New Mexico, Reise durch das „Land der Verzauberung“ (Land of Enchantment) I

Dieser Beitrag wurde ursprünglich 2018 veröffentlich. Im Nachtrag an unsere erste Wohnmobilreise in 2007 durch New Mexico.

Bereits lange vor Erkundung des heutigen New Mexico’s durch die Europäer, war diese Gegend von Indianerstämmen bewohnt. Sie siedelten an Flüssen und im Hinterland. In den Jahren zwischen etwa 1000 und 1300 nach Christus entstanden im Südwesten der heutigen USA bedeutende Kulturen, darunter die Kultur der Anasazi und Chaco. Diese Kulturen endeten – vermutlich unter anderem wegen veränderter klimatischer Bedingungen – im 13./14. Jahrhundert. Und genau durch dieses Land sollte unsere erste Wohnmobil-Reise gehen.

Die Flagge von New Mexico besteht aus einem gelben Hintergrund, auf dem die rote Sonne der Zia Pueblo-Indianer zu sehen ist.

Als totaler Neuling auf dem Gebiet Wohnmobil reisten wird nach Albuquerque, NM und wollten uns durch dieses fantastische Land treiben lassen. Ok, eine grobe Routenplanung hatten wir schon im Gepäck, aber letztendlich sollte „der Weg das Ziel“ sein.

In Albuquerque angekommen, war natürlich die erste Frage, wann werden wir unser WoMo (Wohnmobil) bekommen, wie wird es ausschauen und werden wir damit zurecht kommen? Fragen über Fragen, die sich aber am nächsten Morgen schnell klären sollten. Nach einer kurzen Einleitung durch das Personal von Cruise America, konnten wir unser „Zuhause“ für die nächsten Wochen übernehmen.

Unser erstes Ziel sollte Ruidoso sein. Ruidoso, ein kleines Städtchen mit etwa 7.700 Einwohnern liegt in den Bergen der Sierra Blanca und ist ein beliebter Wintersportort. Diese Resort-Gemeinde liegt in der Nähe der sehr bekannten Skipisten von Ski Apache, welche im Besitz der Mescalero Apachen sind. Sollte mal jemand nach Ruidoso kommen oder in die Nähe, dann unbedingt ein Stop beim Cafe Rio einlegen. Cafe Rio ist für seine Pizzen bekannt und wird als eine der besten, wenn nicht sogar als beste Pizzeria von New Mexico bezeichnet.

Jetzt wird sich der ein oder andere Fragen, wie kommt man gerade auf Ruidoso? Das ist ganz einfach, wir haben Familie dort und somit sollte es auch unser „Heimatbasis“ werden, von der wir unsere Ausflüge starten wollten.

Also, los ging es Richtung Süden. Runter vom KOA-Campground, zwei mal rechts, einmal links und schon waren wir auf dem Highway. Ich war ganz glücklich darüber, da es schon einen Unterschied macht, ob man einen PKW oder ein 25ft (ca. 7,60m) WoMo fährt. Ich dachte mir, auf dem breiten Highway Richtung Süden, kann ich erst mal lernen mit einem Fahrzeug von dieser Größe umzugehen. Und so war es dann auch. Je weiter wir nach Süden kamen, desto vertrauter wurden wir mit unserem WoMo.

Bevor es in die Berge gehen sollte, legten wir noch einen Stop in der Nähe von Carrizozo ein. Hier gibt es das sogenannte „Valley of Fire“, auch bezeichnet als „Carrizozo Malpais“. Dieser große Lavastrom kam vom etwa 10 Meilen nordwestlich gelegenen Little Black Peak und reicht fast bis runter zu den Dünenfelder des White Sands National Monument.

Von Carrizozo aus ging es jetzt in die Berge der Sierra Blanca. Wir mussten noch hoch auf ca. 2200m, welches in etwa die Höhe von Ruidoso ist. Das ist schon interessant zu sehen, was hier auf solch einer Höhe noch alles wächst. Bei uns zu Hause, ist auf solch eine Höhe schon fast nicht mehr, hier geht die Bewaldung erst so richtig los.

In Ruidoso und Umgebung gibt es mehrere Campgrounds, die wir nicht in Anspruch nehmen mussten, da wir bei unserer Familie parkten. Strom gab aus der Steckdose und die Dusche im Haus 😉

Zum Eingewöhnen, speziell auf der Höhe und die trockene Luft, unternahmen wir nur kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung, unter anderem auch zum Grindstone Lake. Der Grindstone Lake ist ein kleiner Gebirgssee in der Nähe von Ruidoso. Schön gelegen und lädt zum Wandern ein.

Wenn man schon mal in der Nähe von Roswell ist, was liegt näher als diesen Ort zu besuchen. In unmittelbarer Nähe von Roswell soll 1947 angeblich ein „UFO“ abgestürzt sein. Anlässig des sechzigsten Jahrestages, des sogenannten „Roswell-Zwischenfalls“, fand in der Stadt im Juli 2007 das Amazing Roswell UFO-Festival statt. Also nichts wie hin, Aliens anschauen 😉

Fortsetzung folgt…



Kategorien:Fotografie, Landschaftsfotografie, New Mexico, Nordamerika, Reisen, USA

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  1. Sieht aus, als seiest du ziemlich schnell mit dem Wohnmobil warmgeworden, auch was das Handling betrifft. Hattet ihr immer genügend und gute Parkmöglichkeiten? Ich schätze schon, wenn ich mir die Weite auf deinen Bildern so anschaue.
    Dann das „Alien-Programm“, total spannend. Die machen dort sicher schön viel Umsatz mit der Gerüchteküche um das abgestürzte „Raumschiff“ 🙂

    Liebe Grüße
    Kasia

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    • Lieben Dank Kasia, Parkplätze sind überhaupt kein Thema, davon gibt es genug, auch in entsprechender Größe. Nur, je kleiner das WoMo, desto einfacher. Bei einem kleineren WoMo, parkst du auf ganz normalen „PKW“-Parkplätzen.
      Liebe Grüße
      Roland

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  2. Hallo Harald,
    unsere Kosten für das WoMo waren nie so hoch wie es Pit in seinem Beitrag / Kommentar anfügt. Wenn wir für unsere Trips pro Tag € 240 hätten bezahlen müssen, dann hätten wir uns das nicht leisten können.
    Wie ich über die letzten Jahre feststellen konnte spielen bei der Preisgestaltung mehrere Faktoren eine große Rolle, wie z.B. die Saison, der Anmiete-, Abgabeort und natürlich auch die Nachfrage (je öfters du auf die betreffende Seite schaust, desto höher steigt der Preis). Auch konnte ich immer öfters feststellen, dass gerade die größeren WoMo (27ft) preisgünstiger waren, als die kleineren Modelle. Es macht auch preislich einen großen Unterschied, ob ich von Deutschland aus buche z.B. über den ADAC oder direkt bei den Anmietestationen (hier als Beispiel Cruise America) in den USA.
    Also, bei uns beliefen sich die Kosten, je nach WoMo und Jahreszeit, zwischen € 75 und € 95 pro Tag. Dazu kamen dann natürlich noch die Spritkosten und die Standgebühr auf dem Campground. Aber auch hier sind die Preise sehr unterschiedlich, je nach Ausstattung des Campgrounds haben wir pro Nacht zwischen $30 und $60 bezahlt.
    Ich stimme Pit zu, dass eine WoMo-Reise nicht gerade preiswert ist. Wenn ich mir aber die Möglichkeit erhalten möchte, jederzeit meine Route zu ändern oder anzupassen, dann ist für mich persönlich ein WoMo ideal.
    Liebe Grüße
    Roland

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  3. Hallo Harald.
    ein WoMo laeuft wirklich ins Geld. Bei unserem ersten und einzigen WoMo-Kurzurlaub hat die Endabrechnung gezeigt, dass wir nur etwa ein Drittel ausgegeben haetten, wenn wir – wie normalerweise – ein Ferienapartment oder -haeuschen gebucht haetten.
    Zitat aus einem frueheren Blogbeitrag zum Thema:
    „Unser Apartment hier hat uns, alle Nebenkosten [Endreinigung und Steuer] inklusive, $135 [ca. €110] pro Tag gekostet. Für das Wohnmobil haben wir, ebenfalls einschließlich aller Nebenkosten [z.B. auch Mehrausgaben für Benzin] $290 [ca. €240], pro Tag ausgegeben.“
    Mehr dazu auch hier: https://wp.me/p4uPk8-3aT
    Das war ein Grund warum wir uns gegen WoMos und fuer Ferienapartments entschieden haben.
    Liebe Gruesse aus „Fritztown“,
    Pit

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  4. Oh, das ist ja schön, wenn du jeden Donnerstag einen Reiserückblick bringst!
    Und nur nebenbei – ich kann die Bilder vergrössern!
    Viele Grüsse
    Christa

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  5. Lieber Roland,
    Deine Reiseberichte kannte ich ja schon von frueher, aber trotzdem habe ich die Wiederholung hier wieder mit Interesse gelesen.
    Apropos Neu Mexiko: da werden wir bald auch wieder durchkommen. Ab dem 18. geht es auf eine etwas mehr als dreiwoechige Tour nach Kalifornien [damit wir endlich einmal wieder Marys Kinder treffen koennen] und zurueck: Alles im neuen Truck, denn Fliegen moegen wir immer noch nicht. Und ausserdem muss „der Neue“ ja auch mal auf einer Langstrecke zeigen, was er kann. 😉 Und uns hoffentlich im Spritverbrauch angenehm ueberraschen.
    Hin wird es schnell gehen, in nur 3 Tagen. Das richtige „Sightseeing“ machen wir dann auf der Rueckreise, fuer die wir uns fast zwei Wochen Zeit nehmen. Dabei werden wir auch ein paar Tage in Neu Mexiko, genauer gesagt in Santa Fe sein.
    Irgendwann kommen dann auch Reiseberichte und Bilder. Mal sehen, wann ich das schaffe, denn zur Zeit haenge ich ja nicht gewaltig zurueck. Ausser einem „Appetizer“ habe ich ja nicht nichts ueber unseren Aufenthalt in Rockport/Fulton geschrieben. Es ist einfach zu viel Anderes zu tun. Aber irgendwann …
    Liebe Gruesse aus Fritztown, wo es gerade vom Himmel hoch giesst, was uns aber hochwillkommen ist,
    Pit

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    • Hallo Pit, für eure Reise nach Kalifornien wünsche ich euch alles gute. Da soll der „Dicke“ (Truck) mal zeigen was er kann. Ich hatte es mit dem F-350 und dem Camper hintendrauf auf knappe 18 l/100km geschafft. Bin mal auf euren Verbrauch gespannt.
      Ach, Santa Fe, da wäre ich auch wieder mal gerne. Solch ein schönes Städtchen mit seiner historischen Innenstadt, ein Traum!!!
      Liebe Grüße
      Roland

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      • Lieber Roland,
        18 Liter auf 100 Kilometer finde ich fuer einen F-350 Camper-Truck einen ganz hervorragenden Wert, wenn ich das mit unserem Verbrauch mit dem WoMo vergleiche. Da haette man ja am besten einen Tankanhaenger hinterher gezogen. 😀
        Fuer den F-150 bin ich ziemlich zuversichtlich. Auf unserer Fahrt an die Kueste sind wir schon auf 12,86 L/100 Km gekommen, und der Wert war ganz erheblich verfaelscht durch die Tatsache, dass er bei der Uebernahme und Einweisung beim Haendler zwischen 2 und 3 Stunden im Leerlauf gelaufen war. Als wir vom Hof des Haendler gefahren sind, hatte sie Anzeige daher einen ganz extremen Wert: fast 40 Liter auf 100 Kilometer! Aber schon nach 250 Meilen waren es eben nur noch 12,86. Das laesst hoffen.
        Ueber die Reise werden ich natuerlich berichten. Wir freuen uns schon sehr darauf. U.A. steht Highway 50, die „einsamste Strasse in den USA“, auf dem Programm. Ich muss unbedingt herausfinden, wie ich das Handy oder sogar eine der Nikons [die „grosse“ waere schoen weil sie ein Polfilter hat] innen auf dem Armaturenbrett installieren kann, fuer Videos. Eine „Dashcam“ will ich aus verschiedenen Gruenden nicht.
        Liebe Gruesse,
        Pit

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        • Ich könnte mir vorstellen, dass du für die Installation der Nikon was bei YouTube findest.
          12,86 ist ja ein super Wert 👍
          Liebe Grüße Roland

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          • Ja, lieber Roland, das ist schon gut. Fuer einen 3,5 Liter V-6 mit 406 DIN PS wahrlich. Die 10-Gang Automatik traegt dazu eine Menge bei. Sie schaltet sehr fruehzeitig hoch. Bisher hat die Maschine noch nicht ueber 3000 U/Min gedreht. Selbst bei 70 Meilen pro Stunde auf dem Highway [und mehr fahren wir so gut wie nie], bleibt sie unter 2000 Touren.
            Ich hoffe aber, sogar noch gut unter 12 L/100Km zu kommen. Lt. Werksangabe ist der Verbrauch auf dem Highway unter 10!
            Liebe Gruesse,
            Pit

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          • Danke fuer den Link, lieber Roland. Ich sehe da allerdings ein Problem: mir scheint, dass damit die Kamera nicht nach vorne gerichtet werden kann. Ich probiere mal, ob das mit der Halterung (wenigstens) fuer mein Handy geht. Ich werde auch mit der „grossen“ Nikon und einem Mini-Stativ experimentieren, weil ich fuer mein 16-80 mm Zoom fuer die Kamera ein Polfilter habe.
            Liebe Gruesse,
            Pit

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  6. Das ist ein sehr feiner Reisebericht, lieber Roland. Danke fürs virtuelle Mitnehmen!
    Liebe Grüße!

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  7. Toller Reisebericht Roland aber die Fotos lassen sich nicht vergrößern. Dies nur zur Info !
    Ich war noch nie mit einem Wohnmobil unterwegs aber für dieses Land und diese Reise sicherlich die beste Variante !
    ps: Habe gerade meinen Beitrag zur Nahrung online gestellt ! LG Manni

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  8. Lieber Roland,
    endlich ist hier auch mehr von euren herrlichen Reisen zu lesen, worüber immer wieder mal andeutungsweise bei Projekten zu lesen ist.
    Ganz toller, interessanter Bericht über das Land der Verzauberung und so schöne Fotos!
    Dankeschön fürs zeigen und bin schon neugierig auf die Fortsetzung. 😊
    Liebe Grüße von Hanne

    Gefällt 2 Personen

    • Vielen lieben Dank Hanne 😊
      Ja, ich hatte mir überlegt, meine Reisen noch mal neu aufzulegen. Da doch sehr viele neue Blogger:Innen in den letzten Monaten dazu gekommen sind und nicht jeder sich alle Blogs anschaut. Aber speziell Reiseberichte, werden doch immer wieder gerne gelesen. Sei es rein aus Neugier oder um für sich selbst eine ähnliche Reise zu planen.
      Liebe Grüße
      Roland

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  9. Hallo Roland,

    deinen Reisebericht finde ich sehr interessant. WoMo wäre nichts für mich aber bei den weiten Entfernungen ist es wohl das Beste. Habe ich richtig gelesen, dass du jeden Donnerstag einen Rückblick bringst. Das würde mir schon gefallen. Auf diese Weise fremde Länder kennen zu lernen gefällt mir.

    Liebe Grüße und einen schönen Feiertag
    Harald

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