New Mexico, Reise durch das „Land der Verzauberung“ (Land of Enchantment) III

Donnerstägliche Retrospektive: New Mexico, Reise durch das „Land der Verzauberung“ (Land of Enchantment) III

Dieser Beitrag wurde ursprünglich 2018 veröffentlich. Im Nachtrag an unsere erste Wohnmobilreise in 2007 durch New Mexico.

Heute war der Tag des Abschiedes gekommen, zu mindestens für die nächsten Tage. Wir mussten los, wenn wir noch nach Santa Fe wollten. Unser Weg sollte uns über Salinas Pueblo nach Santa Fe und dann weiter nach Taos führen.

on the road again, heading north

Das Salinas Pueblo Missions National Monument ist eine Gedenkstätte. Die Einrichtung besteht aus drei räumlich getrennten Teilen, die jeweils die Ruinen der Kirche einer Spanischen Mission aus dem frühen 17. Jahrhundert und die nur teilweise ausgegrabenen Pueblos der Indianer, die von den Spanier missioniert werden sollten, bewahren. Die Siedlungen liegen rund 40 Kilometer östlich des Rio Grande an der Ostflanke der Manzano Mountains. Sie umrunden das abflusslose Estancia Becken und dessen Salzseen nachdem die Region und die Siedlung benannt sind. Die ältesten Spuren reichen bis 6000 v. Chr. zurück, dauerhafte Siedlungen lassen sich ab etwa dem Jahr 700 nachweisen.

Am darauffolgenden Tag erreichten wir Santa Fe. Was für eine Stadt, mit ihren alten Gebäuden und einem gewissen „Wild West Flair“. Bereits im 12. Jahrhundert bestand an der Stelle der heutigen Stadt eine Indianersiedlung. Im 16. Jahrhundert kamen die ersten Spanier. 1610 wurde Santa Fe Sitz des Gouverneurs der Provinz Nuevo Méjico des Vizekönigreiches Neuspanien. Santa Fe ist damit die älteste Hauptstadt in den USA. Auf Grund seiner Geschichte hat Santa Fe mehrere historische Gebäude, darunter das älteste öffentliche Gebäude der USA, der Gouverneurpalast von 1610 und die älteste Kirche der USA, die San-Migel-Kirche aus dem Jahr 1628.

Leider hatten wir zu wenig Zeit eingeplant und mussten bald schon wieder weiterziehen. Wenn ich heute noch mal nach Santa Fe kommen würde, würde ich sicherlich einen ganzen Tag einplanen und die Stadt in vollen Zügen genießen.

Auf dem Weg nach Taos, unserem nächsten Ziel, legten wir noch einen Stop ein, um uns die römisch-katholische Kirche in Chimayo anzuschauen, genauer gesagt: „El Santuario de Chimayo“. Das Santuario, zu deutsch „Heiligtum“ ist berühmt für seine Geschichte und als zeitgenössischer Wallfahrtsort. Mit seinen 300.000 Besucher pro Jahr ist es einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte in den USA.

Am frühen Nachmittag hatten wir Taos oder auch Taos Pueblo erreicht, so dass wir noch genug Zeit hatten uns diesen Ort anzuschauen, bevor wir unseren Campground aufsuchen mussten.

Taos Pueblo ist vermutlich die älteste, durchgängig bewohnte Siedlung der USA. Das Dorf an sich besteht aus zwei Pueblos. Der älteste Teil geht auf die Anasazi-Kultur zurück und wurde zwischen 1.000 und 1450 errichtet. Als die Spanier ab 1540 den heutigen Südwesten der USA erreichten, fanden sie die Siedlung auf der Suche nach den legendären „Sieben Goldenen Städten“ im Goldland Cibola. Die Bauten bestehen aus Adobe-Lehmziegeln und sind mehrstöckig angelegt. Zum Aufstieg in die oberen Stockwerke dienen auch heute noch überwiegend Leitern.

Unser Campground für die kommende Nacht, was ein „Highlight“. Als WoMo-Neuling kennt man sich ja noch nicht so richtig mit den Campgrounds und deren Standorte aus. So hatten wir uns kurzfristig für einen in der Nähe der Rio Grande Gorge Bridge entschieden. Was wir aber nicht bedachten, die Landschaft war eine offene Ebene und ein starker Wind war im Anmarsch. Es wurde eine recht ungemütliche Nacht, in der unser WoMo heftigst durchgeschüttelt wurde. Aber wir haben es überstanden und konnten am nächsten Morgen unser Reise fortsetzen.

Fortsetzung folgt….



Kategorien:New Mexico, Nordamerika, Reisen, USA

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  1. Solche Highway-Eindruecke hatten wir vorgestern und gestern auch – bei bis zu 51 (!!) Grad. Ist aber Alles gut gegangen und wir sind heil und sicher in Palo Alto angekommen.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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  2. Beim Betrachten deiner schönen Bilder musste ich an den Roman „Jubilee Trail“ von Gwen Bristow denken. Da beschreibt sie sehr detailliert und anschaulich einen Treck durch den Wilden Westen so um 1840 herum. Hatten die Wagenkolonnen mit Siedlern und Waren Santa Fe erreicht, wurde tagelang ausgelassen gefeiert, denn man hatte die Hälfte der unfassbar langen und strapaziösen Strecke zwischen St. Louis und Kalifornien hinter sich gebracht…
    Bei solchen Fotos packt mich immer ungemein die Reiselust. Und auch in Farbe würde ich mir dein erstes Bild als Poster an die Wand hängen – auch wenn es in Schwarz-Weiß noch stärker wirkt.
    Liebe Grüße!

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  3. Schöne Bilder. Auf der Straße könnte man mal wieder so richtig Gas geben. Spaß, ich weiß das ist verboten 😉
    LG Wolfgang

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  4. Wer kennt sie nicht, die Klassiker von Clint Eastwood ! Muss mir mal echt wieder einen anschauen
    Django ect ! Ich habe gerade nachgeschaut wo solche Filme mehrheitlich gedreht wurden und bin sehr erstaunt ! In Spanien – Andalusien

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    • Zumindest war ich schon vor Jahren mal in der Westernstadt von Almeria in der Halbwüste Andalusiens, wo fast alle Italowestern gedreht wurden und war trotz Hitze dort ganz super, auch sehr informativ!! Sogar mit Vorführung einer Banditenjagt allem was auch in den Filmen immer zu sehen ist, wo mir einer über die Balkonbrüstung fast vor die Füße fiel und im Hintergrund spielte die Melodie „das Lied vom Tod“ dabei. 😀

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      • Das mit dem Lied vom Tod ist ja witzig, denn der Film „Spiel mir das Lied vom Tod“ wurde im Monument Valley, Arizona gedreht 😉 😀

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        • Das ist ja interessant, denn ich machte sogar ein kleines Video davon, in dem man das Lied im Hintergrund hört. In einem kleinen Gebäude in dieser tollen Film-Westernstadt, sogar mit altem Friedhof usw. waren jede Menge Poster, Bilder und auch Erklärungen als kleine Ausstellung anzuschauen, wobei natürlich dieser wirklich tolle Film, den ich mir schon einige Male anschaute, nicht fehlte. 🤔😀

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          • Jetzt musst ich doch noch mal nachschauen und habe folgendes gefunden: „Die Außenaufnahmen entstanden in der Wüste von Tabernas in der spanischen Provinz Almería und in der Nähe von Guadix am Bahnhof von La Calahorra, Provinz Granada, die Innenaufnahmen in den römischen Cinecittà-Studios. Gedreht wurde auch im Monument Valley in Arizona und in Utah, wo der Regisseur John Ford einst viele bedeutende US-Western inszeniert hatte. Im Abspann dankt man den Vertretern der Navajo für deren Unterstützung in ihrem dortigen Indianerreservat“
            Also, von jedem etwas 😀

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          • Suuuper, Dankeschön fürs recherchieren! Denn zweifelte gerade beinahe an die Fähigkeiten meiner grauen Zellen, die mich eigentlich bisher noch nicht im Stich ließen. 😄
            Beim nächsten Urlaub irgendwann an der Costa del Sol ist auch Granada vorgesehen und bin gespannt, ob dort irgendwo auch Zeugen dieser Filme zu finden sind. 😉

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      • cool das würde mich auch interessieren !! Spiel mir das Lied vom Tod von Ennio Morricone ( Titelmelodie ) ein Klassiker !

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    • Ich denke mal, dass kommt immer auch den Typ von Western an. So wurden z.B. viele Western-Filme in Arizona gedreht. Hier im Monument Valley entstand z.B. das Western-Epos „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Stage Coach“ mit John Wayne. Aber dazu mehr in einem Beitrag über Arizona.

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  5. ich bekomme die Western Filme auch nicht aus dem Kopf, vor allem bei den letzten 6 Fotos.
    Das sind doch Traumkulissen für Italo – Western ! Muss mir den Beitrag aber auf deiner Seite anschauen wegen dem vergrößern ! LG Manni

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  6. Wieder ganz toll dein Reisebericht mit fantastischen Fotos Roland, mit denen man eure Reise einigermaßen nachvollziehen, mitempfinden kann und die Stadt Santa Fe kommt immer wieder auch in guten Western-Filmen vor. 😀
    Wirklich klasse und danke fürs teilen!
    Liebe Grüße von Hanne

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