Bamberger Hain, Teil I

Aufmerksam geworden durch einen Beitrag einer lieben Blogfreundin, bin ich auf den Bamberger Hain gestoßen. Ich war ja nun schon einige mal in Bamberg, habe aber fasst ausschließlich die wunderschöne Altstadt oder das Domviertel besucht und auch darüber Beiträge erstellt, aber von einem Bamberger Hain hatte ich noch nie was gehört. Umso erfreulicher war es für mich diesen wunderschönen Hain im Süden von Bamberg zu erleben.

Bei meinen Recherchen zu diesem Hain und die dort befindlichen Sehenswürdigkeiten, bin ich auf die Homepage des Bürgervereins Bamberg gestoßen. Hier ist alles so gut beschrieben, so dass ich mich entschlossen habe, dort nachzufragen, ob ich Auszüge aus der Seite entnehmen dürfte, was mir auch gewährt wurde. Dafür ein recht herzliches Dankeschön!!!

So, jetzt geht es aber los.

Der Hain ist eine der ältesten Bürgerparkanlagen im Stil englischer Landschaftsgärten in Bayern. Während seiner Entstehungszeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts war er eine fortschrittliche Ausnahme in ganz Deutschland. Städter sollten sich hier körperlich betätigen und gleichzeitig Bilder der Natur nachempfinden. Heute, mehr als 200 Jahre später, hat sich daran wenig geändert.

Bürgerpark Bamberger Hain

Bei meiner Anfahrt habe ich den Parkplatz in unmittelbarer Nähe des Hain benutzt. Zu Stoßzeiten könnte er aber recht schnell voll sein, aber es gibt genug Ausweichmöglichkeiten oder man benutzt die öffentlichen Verkehrsmittel.

Der Bamberger Hain besteht im Prinzip aus zwei Teilen, dem Theresienhain und dem Luisenhain. Nach einer kurzen Einleitung, möchte ich mit den Sehenswürdigkeiten im Theresienhain beginnen. Im zweiten Teil werde ich dann über die Sehenswürdigkeiten im Luisenhain berichten.

Der Theresienhain

Der eigentliche Gestalter der ersten Entstehungsphase des Volksparks war der neue Landesherr Stephan Freiherr von Stengel. Unter seiner Aufsicht wurden Gehölze gepflanzt, Wege angelegt und Staffagebauten, wie der Monopteros errichtet. Mit dem Badehaus oder der Brücke über den Hollergraben entstand ein Volkspark, der ganz im Sinne der englischen Gartenkunst Natur und Architektur miteinander kombinierte.

entlang am linken Regnitzarm

Der Luisenhain

Der Ausbau der „Oberen Mühlenwörth“ begann im Jahr 1825. Zuvor erwarb die Stadt Bamberg das Terrain.

Sämtliche Umgestaltungen zum Landschaftspark wurden somit von Anfang an von der Stadt Bamberg initiiert und mit deren Geld bzw. durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Die begrenzten finanziellen Mittel erlaubten nur eine schrittweise Gestaltung. Der zusammenhängende Volkspark wurde deshalb erst im Jahr 1851 vollendet.

Die Schillerwiese im Luisenhain, leider auf Grund der Trockenheit, braun statt grün. Im Hintergrund kann man das Denkmal „Belvedere“ erkennen; dazu aber später.

Vom Parkplatz aus habe ich meine Runde in nördlicher Richtung gestartet und kam zuerst am Holz-Pavillon vorbei. Der Gartenpavillon steht seit 1860 als Holzkonstruktion im Theresienhain. Er fungierte auch als Musikpavillon zu Zeiten als hier noch nebenan das „Hain-Café“ bewirtschaftet wurde – bis 1948 (im maroden Zustand abgerissen 1968). 

Holz-Pavillon im Theresienhain

Vorbei am Holz-Pavillon ging es weiter über herrlich ausgebaute Wege Richtung Norden zum Denkmal „Ludwig II“

wunderschön ausgebaute Waldwege

König Ludwig II. übertrug 1870 den Hain an die Stadt Bamberg mit der Auflage, dass die Stadt den Park pflege und den Bürgern unentgeltlich zur Nutzung freizugeben sei. 1910 errichteten die Bamberger im Theresienhain ihrem ehemaligen Monarchen dieses Denkmal – gestaltet von Fritz Christ und Philipp Kittler.

Denkmal „Ludwig II“

Von hier aus setzte ich meine Runde Richtung Süden fort. Im Nachhinein hatte ich festgestellt, dass ich noch weiter nach Norden hätte gehen können. Na ja, da es nicht mein letzter Besuch im Bamberger Hain war, werde ich dies bei einem meiner nächsten Besuche nachholen.

Bevor es hinüber geht in den südlichen Teil des Bamberger Hain, kam ich an dem wunderschönen Monopteros -Tempel vorbei. Ich muss gestehen, ich hatte auch etwas Glück mit der Sonne, da sie genau zum richtigen Zeitpunkt den Tempel bestrahlte.

„Ein Tempel der freyen Natur gewidmet“, so ist der Druidentempel, wie der Monopteros auch genannt wird, keiner Gottheit gewidmet, sondern allein der Natur.

„Ein Tempel der freyen Natur gewidmet“, …der Monopteros war der erste Staffagebau im Hain. Im Frühjahr 1804 kam der Rundtempel an seinen heutigen Platz am Steinwöhrlein, vorher hatte er im Garten von Schloss Seehof gestanden.

Monopteros -Tempel – Rundbau mit Säulen.

So, das soll es für den ersten Teil meines Spaziergangs im Bamberger Hain gewesen sein. Der zweite Teil über den Luisenhain folgt demnächst. Auch hier sind wunderschöne Sehenswürdigkeiten, inklusive der Buger Spitze und des Botanischen Gartens zu sehen und wie immer, zum Vergrößern der Bilder einfach anklicken.



Kategorien:Dies und Das, Flora und Fauna, Fotografie, Landschaftsfotografie, Outdoor-Aktivität, Wanderungen

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  1. Ja, es ist ganz schön „knusprig“ gerade im Hain. Es gibt einige Stellen, an denen selbst von den Brennnesseln nur noch die Gerippe stehen.
    Zum ehemaligen Hain-Café gibt es noch eine nette Geschichte. Wenn man früher in den Hain ging sagte man nämlich umgangssprachlich „naus die Aff’n“. Weil der Besitzer des Cafés einen kleinen Zoo hatte – eben auch mit Affen.

    Gefällt 1 Person

  2. Da ist es schon sehr schön! Da muss ich jetzt dann mal meine Möhrendorfer Freundin fragen, ob sie ihn kennt!
    VG
    Christa

    Gefällt 1 Person

  3. Das sieht so schön aus, und du hast das so interessant beschrieben, dass ich auch gerne mal in diesem Hain lustwandeln würde. 🙂
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, und grüße dich!

    Gefällt 2 Personen

  4. noch nie davon gehört aber ein schöner Park ! König Ludwig II darf natürlich nicht fehlen !!
    LG Manni

    Gefällt 1 Person

Trackbacks

  1. Bamberger Hain, Teil II – ROYUSCH-UNTERWEGS

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