Astronomie bei -8°C: Ein Abenteuer unter dem Sternbild Orion

Ich hatte in den letzten Tagen zwei spektakuläre „Veranstaltungen“ unter freiem Himmel bei -8°C. Von einem möchte ich euch heute berichten, der Andere folgt in den nächsten Tagen.

Letzte Woche war das Sternbild Orion bei klarem/kaltem Himmel sehr schön zu erkennen und natürlich auch zu fotografieren. Da ich die Möglichkeit hatte, ein für mich neues Teleskop zu testen, war die Erwartung besonders groß.

Bewaffnet mit warmen langen Unterhosen, Skihosen, Daunenjacke, Mütze, beheizbaren Socken und heißem Tee, habe ich mich auf den Weg zur Sternwarte Feuerstein gemacht. Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren (Sternwartenkuppel öffnen, Teleskop ausrichten und justieren) konnte es losgehen. Das Besondere bei diesem Typ von Teleskop ist, dass es eine SW-Kamera hat, bei dem Farbfilter zwischen Kamera und Teleskop gesetzt werden. Das heißt, für jeden Farbkanal werden eine entsprechende Anzahl an Bildern gemacht, die dann während der Bildbearbeitung zusammen gesetzt werden und sich dadurch das Endbild ergibt.

Ich hatte ja schon mal einen Beitrag zum Orionnebel geschrieben, aber für alle die ihn nicht lesen konnten, hier noch mal eine Kurzfassung.

Der Orionnebel (Katalogbezeichnung M 42 oder NGC 1976) ist ein Emissionsnebel im Sternbild Orion, welcher ca.1350 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Er befindet sich – wie das Sonnensystem selbst – im Orionarm der Milchstraße. Durch die große scheinbare Helligkeit seines Zentrums oberhalb der 4. Magnitude ist der Nebel mit bloßem Auge sternähnlich als Teil des Schwertes des Orions südlich der drei Sterne des Oriongürtels gut sichtbar. Er besteht überwiegend aus Wasserstoff. In dem Nebel entstehen Sterne, deren ionisierende Strahlung den Nebel im sichtbaren Bereich leuchten lässt.

Heute also noch mal eine Bild des Orionnebels mit dem kleineren De Mairans Nebel.

Orionnebel mit dem kleineren (links oben gelegenen) De Mairans Nebel.



Kategorien:Astrofotografie, Fotografie, Nachtfotografie

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1 Antwort

  1. Das ist ja ein grandioses Farb- und Formspektakel .. dagegen sind die Polarlichtbilder der letzten Tage fast langweilig 🙂

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  2. Dieses zusammengesetzte Sternbild ist dir dermaßen gut gelungen, lieber Roland und mit dem tollen Foto hast du alles bisherige deiner ja immer sehr interessanten Bilder aus dem Weltall übertroffen!!!
    Dass du dafür bei diesen Minusgraden warm eingepackt warst machte dieses Abenteuer bestimmt nicht einfacher und von beheizbaren Socken hörte oder las ich noch nie… wäre bestimmt auch etwas für mich.😀
    Liebe Grüße und bin nun sehr neugierig auf die Fortsetzung. 🤗🍀✨️🔭

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    • Vielen Dank liebe Hanne. Freut mich sehr, dass dir mein Bild so gut gefallen hat.
      Die beheizbaren Socken/Strümpfe kann ich nur empfehlen. Ohne sie hätte ich nicht so lange in der Kälte ausgehalten.
      Liebe Grüße und dir noch schönes Wochenende, Roland 🤗🍀✨️🔭

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  3. Wow! Was für ein hinreißendes Bild!
    Bin schon gespannt auf den zweiten Teil!
    Liebe Grüße!

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  4. Schön, obwohl ich mich damit überhaupt nicht auskenne.

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  1. Astronomie bei -8°C: Flammennebel und Pferdekopfnebel erleben – ROYUSCH-UNTERWEGS

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