Flusskreuzfahrt auf der Donau, Teil 8

Wie schon in meinem letzten Beitrag erwähnt, erreichten wie heute morgen Bratislava. Auch hier hatten wir uns für eine Stadtführung entschieden; und die war wirklich gut, da unser Stadtführer, ein junger Mann, in der Altstadt von Bratislava geboren und aufgewachsen war. Er kannte natürlich jede Ecke und wusste dementsprechend auch einiges zu erzählen.

Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei und mit ca. 480.000 Einwohnern die größte Stadt des Landes. Sie liegt an der südwestlichen Grenze der Slowakei am Dreiländereck mit Österreich und Ungarn und ist damit die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als einen Nachbarstaat grenzt.

Die meisten historischen Gebäude konzentrieren sich in der Altstadt, wo uns auch unser Stadtführer, der uns vom Schiff abholte, hinführte.

Vorbei am historischen Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters (es wurde im Jahre 1920, nach der Unabhängigkeit der damaligen Tschechoslowakei gegründet),

Historisches Gebäude des Slowakischen Nationaltheater

vorbei an einer originellen Bronzestatue eines Kanalarbeiters, der mit aufgestützten Armen die Passanten aus einem Gully beobachtet,

Čumil

zum Hauptplatz. Hier findet man den Maximilian Brunnen, auch“Roland-Brunnen“ genannt. Er ist der berühmteste Brunnen in Bratislava, sowie eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt. Sein Bau wurde 1572 von Maximilian II., dem König von Königlich Ungarn, angeordnet, um eine öffentliche Wasserversorgung zu gewährleisten.

Hauptplatz mit historischen Gebäuden und Roland-Brunnen

Im gegenüber ist das aus drei Gebäuden gebildete Alte Rathaus aus dem 14./15. Jahrhundert. Es ist eines der ältesten erhaltenen Häuser der Stadt. Ursprünglich als Wohnsitz des Richters im 14. Jahrhundert angelegt, erstreckt sich der ganze Komplex heute über ehemals nebenstehende Häuser und Palais.

Altes Rathaus

Im Inneren des Komplexes findet man das Primatialpalais am Primatialplatz. Es wurde von 1778 bis 1781 als Bischofsresidenz des Kardinals József Batthyány, des Primas von Ungarn, erbaut.

Primatialpalais

Weiter ging unser Rundgang an der Franziskanerkirche vorbei, welche die älteste, noch erhalten gebliebene Kirche von Bratislava ist. Sie befindet sich am Nordrand der Altstadt am Franziskanerplatz gegenüber dem Mirbachpalais und ist der Mariä Verkündigung geweiht, am alten Postamt vorbei wieder zurück in die Altstadt.

Franziskanerkirche und die Rückseite des alten Postamts

Unser Rundgang führte uns weiter an der alten Stadtmauer entlang zur Kathedrale des Heiligen Martin, auch Martinsdom genannt. Sie ist eine, dem heiligen Martin von Tours geweihte Kathedrale.

Alte Stadtmauer mit Martinsdom
Blick ins Innere des Martinsdom
Blick in den Altarraum

Bald darauf hatten wir unseren Ausgangspunkt wieder erreicht. Wer wollte, konnte sich noch bißchen in Bratislava umschauen, ansonsten hieß es 15:30 Leinen los und Weiterfahrt Richtung Krems in Österreich.

Aber davon mehr in meinem nächsten Beitrag.



Kategorien:Bauwerke, Europa, Flusskreuzfahrt Donau, Fotografie, Landschaftsfotografie, Nachtfotografie, Reisen

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1 Antwort

  1. Wieder ein schöner Bericht , lieber Roland. Eine schöne Stadt. Muss mich wohl mal für solche Flusskreuzfahrt interessieren..

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  2. Die Stadt hat ja einiges zu bieten. 🙂

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  3. Ich hätte nie gedacht, dass Bratislava so eine schöne Stadt ist und jetzt bin ich begeistert von ihr.
    VG
    Christa

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  4. So eine schöne Stadt! Bei deiner Führung durch Bratislava bin ich jetzt sehr gerne mitgegangen, lieber Roland.
    Viele Grüße!

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  5. Bratislava ist offenbar auch eine sehr schöne Stadt, lieber Roland und der vorwitzige bronzene Kanalarbeiter hats mir gerade besonders angetan! 😀
    Bezüglich dem schönen Brunnen fragte ich mich gerade, weshalb er auch Roland-Brunnen genannt wird und googelte deshalb schnell mal mit dem auch sehr interessanten Ergebnis:
    „In der Mitte des Beckens steht eine 10,5 Meter hohe Säule, auf welcher eine Statue eines Ritters in Rüstung steht; es wird besagt, dass es sich hierbei um den Ritter Roland handelt, ein legendärer Verteidiger der Stadtrechte.“
    Sehr schön und auch interessant wieder dein Beitrag, danke fürs mitnehmen hier! 🤗
    Liebe Grüße, Hanne

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    • Vielen lieben Dank Hanne, freut mich, dass dir mein Beitrag von Bratislava gefallen hat. Neben dem Kanalarbeiter steht noch ein Schild, mit dem Hinweis „Man at Work“. Im Volksmund sagt man aber, „dass er garnicht bei der Arbeit ist, sondern in dieser speziellen Haltung den Frauen unter den Rock schauen konnte“ 😉
      Das mit dem Ritter Roland und dessen Geschichte, erzählte uns auch der Stadtführer. Aber mein Beitrag wäre einfach zu lange geworden, wenn ich all die Informationen hätte schreiben wollen, die uns der Stadtführer erzählte. Da musste ich entscheiden, was schreibe ich und was lasse ich weg. In dem Fall war es die nähere Info zum Ritter Roland.
      Liebe Grüße und dir noch einen wunderschönen sonnigen Tag,
      Roland 🤗🌞🍀
      p.s. ich werde die sonnige Zeit mal nutzen um einen Spaziergang zu meiner Lieblingsbank zu machen und die Aussicht genießen.

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      • Na, da bleibe ich doch lieber beim „Man at Work“ und ist ja eh wie so vieles eine Sache der Fantasie sowie Auslegung. 😉
        Dein Beitrag ist klasse, auch ausreichend alles erzählt bzw. weitergegeben was wichtig ist, Roland und war auch nur aus Neugierde bei mir, nun als kleine Ergänzung deiner sehr schönen Erklärungen hier im Kommentar gedacht. 😉
        Dankeschön, werde den herrlichen Tag heute ganz bestimmt wieder entsprechend nutzen, nachdem ich gestern unser so schönes Volksfest und den Herbstmarkt in Nürnberg genoss.
        Lass es dir auf deiner Lieblingsbank in der so wunderschönen Natur bei euch richtig gut gehen und genieße den Tag! 🤗🍀🌞

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  6. Sehr schöne Darstellung des Bratislavaer Rolands. Ein guter Reiseführer ist Gold wert, man ist eindeutig an den schönsten Orten gelandet. Der Kanalarbeiters ist sehr originell… sehr überraschend, wenn man ihn plötzlich auf der Straße auftauchen sieht.

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  7. Roland Brunnen, das passt doch genau ! Danke für die kleine Stadtführung
    LG Manni

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