Reykjavík ist die Hauptstadt Islands und die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. der Name bedeutet übersetzt „Rauchbucht“ (nach den aufsteigenden Dämpfen heißer Quellen).
Wir hatten das Glück, dass wir mit dem Schiff so im Hafen lagen, das wir die geschichtsträchtige Insel Viðey (Videy) sehen konnten.
Viðey beheimatet eines der ältesten Steinhäuser Islands (Viðeyjarstofa) sowie eine historische Kirche. Zudem beheimatet es auch den Imagine Peace Tower (Friðarsúlan). Dieses weltbekannte Denkmal wurde von Yoko Ono im Gedenken an John Lennon errichtet. In den Wintermonaten (vom 9. Oktober, Lennons Geburtstag, bis zum 8. Dezember, seinem Todestag) projiziert ein riesiger Lichtdom einen strahlenden Lichtkegel bis zu vier Kilometer hoch in den nächtlichen Himmel. (leider nur sehr schwach am linken Bildrand zu erkennen).

Es war schon dunkel, als ich nochmal auf den Balkon heraus trat und da sah ich sie, die Polarlichter. Was für ein Glück und gleichzeitig ein schönes „Abschiedsgeschenk“ der Natur.



Für den nächsten Tag hatten wir ein Bustour über den Golden Circle gebucht. Wenn ich gewusst hätte, was auf uns zukommt, hätte ich es mir sicherlich nochmal überlegt. Aber da meine Frau noch nie auf Island war, haben wir uns die Tour gegönnt.
Was ist der Golden Circle? Der Golden Circle (isländisch: Gullni hringurinn) ist die berühmteste und am leichtesten zugängliche Touristenroute Islands. Die etwa 300 Kilometer lange Rundstrecke startet und endet in Reykjavík und führt zu einigen der spektakulärsten Naturwunder des Landes.
So z.B. den Þingvellir (Thingvellir) Nationalpark: Dieser UNESCO-Welterbestätte verbindet Geschichte und Geologie. Hier driftet die nordamerikanische von der eurasischen Kontinentalplatte auseinander, wodurch gigantische Erdspalten entstehen. Zudem wurde hier im Jahr 930 das isländische Parlament Alþingi gegründet – eines der ältesten der Welt.

Oder das Geothermalgebiet Haukadalur: Hier erlebt man sprudelnde Schlammtöpfe und dampfende Quellen. Der berühmte Große Geysir ruht zwar meist, aber sein kleiner Bruder Strokkur bricht extrem verlässlich alle 5 bis 10 Minuten aus und schießt eine beeindruckende, bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne in die Luft.

Und natürlich der Gullfoss Wasserfall: Der „goldene Wasserfall“ ist einer der mächtigsten und schönsten Wasserfälle Islands. Das Wasser des Gletscherflusses Hvítá stürzt hier in zwei massiven Stufen über 32 Meter tief in eine enge, dramatische Schlucht.

Ja, was war nun nicht so angenehm. Man muss sich vorstellen, dass an jedem Punkt 10-15 Busse a 50 Personen halten. Die Menschenmengen stürmen zu den Aussichtspunkten und wer die Aussicht genießen möchte ist hier fehl am Platz. Gedrückt, geschoben und „Ritsch, Ratsch, Klick“, einsteigen und schon geht es weiter. Ich kannte diese Punkte von meiner ersten Reise, von vor 30 Jahren, da ging alles viel gemütlicher zu, kein so großer Massentourismus. Na ja, es war ein Erlebnis, aber wir waren dann aber auch wieder froh, als wir in unserer Kabine waren.
Am gleichen Abend legten wir auch noch ab in Richtung Stavanger. Vor uns lagen 942 Seemeilen (1745 km) und ein Seetag.
Fortsetzung folgt.
Kategorien:Bauwerke, Europa, Fotografie, Grönland, Island, Landschaftsfotografie, Reisen
Nanortalik in Grönland: Eisberge, Fjorde und eine besondere Kirche
Unterwegs in Grönland: Von Ilimanaq zu den Eisbergen bei Qaqortoq
Ilimanaq: Herbstwanderung zwischen Eisbergen des Ilulissat-Fjords
Sisimiut in Grönland: Farbenfrohe Stadt nördlich des Polarkreises
Polarlichter sind immer so unfassbare und atemberaubende Himmelserscheinungen!
Tja, so ist das mittlerweile, an vielen schönen Orten dieser Welt zeigt der Tourismus seine unangenehmen Seiten. In meiner Heimat ist das auch so. Wo früher vereinzelte Bergwanderer und Ausflügler unterwegs waren, muss man nun ewig lange Schlange für eine Handvoll Fotos von der wunderbaren Aussicht etc. anstehen.
Liebe Grüße!
LikeGefällt 1 Person
Der Massentourismus blücht überall wie verrückt. Dank dieser dämlichen Influencer usw..
LikeGefällt 1 Person
Wenn ich so einen Bericht lese, dann weiß ich wieder, warum wir nicht an solche Orte reisen, mögen sie noch so sehenswert/berühmt oder
LikeLike
interessant sein! Es gibt so viel schönes abseits der Touristenpfade zu sehen.
(Habe den Kommentar versehentlich zu früh losgeschickt. )
LikeLike