Führung durch die Nürnberger Kasematten und Lochwasserleitung

Nürnberg ist nicht nur oberirdische historisch gesehen sehr interessant, nein auch unter der Erde gibt es viel zu entdecken. So z.B. die Kasematten, die Lochwasserleitung, den Kunstbunker, die Bastionen, den Felsenkeller usw.

Treffpunkt unserer Führung, die durch Uwe Trendelenburg  vom Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V.  geleitet wurde, war „Am Tiergärtner Tor“. Hier gab es gleich mal ein paar Informationen zu dem Stadttor und warum es in halbrunder Bauform gebaut wurde. Die Antwort: damit man nicht durchschießen kann 😉

Der Rundgang führt uns hinauf zur Burg, genauer gesagt zu den Bastionen. Diese wurden unter der Leitung von Antonio Fazuni 1538 bis 1545 erbaut und galt dann ca. 30 Jahre lang als modernste Bastionsanlage Europas.

Im Inneren führen steile Treppen hinab zu spitztonnengewölbten, beschusssicheren Verteidigungsgängen, den Kasematten mit ihren Schießscharten. Durch einige dieser Schießscharten kann man heute noch aus dem Inneren der Festungsmauer hinausschauen.

Nach ein paar weiteren sehr interessanten Erklärungen durch Uwe, ging es dann zum „Einstieg in die Tiefe“, hinab zu den Kasematten und Lochwasserleitungen. Jetzt wird sich der eine oder andere fragen, was sind Kasematten bzw. Lochwasserleitungen?

Kasematte ist laut Wikipedia: Eine Kasematte (frz. casematte, von mittler. χάσμα chásma „Spalte“, „Erdschlund“, „Erdkluft“ über ital. casamatta „Wallgewölbe“) ist ein vor Artilleriebeschuss geschütztes Gewölbe im Festungsbau.

Lochwasserleitung ist laut Wikipedia: Unter dem Burgberg (Nürnberg) wurden unterirdische Wassergewinnungsstollen angelegt. Der längste dieser Stolle führte Wasser in den Keller des Nürnberger Rathauses, wo sich auch das Lochgefängnis befindet, in dem 1340 bis 1813 Gefangene der Stadt inhaftiert wurden. Weil dieser Wassergewinnungsstollen im „Loch“ endete, nannte man ihn auch „Lochwasserleitung.

Anfänglich hatten wir uns noch gewundert, warum wir im Vorfeld darauf hingewiesen wurden, dass es kalt ca. 8°C, nass und eng werden würde. Bei der Breite der ersten Gänge konnte man sich das garnicht so richtig vorstellen, aber das sollte sich schnell ändern. Zwei, drei Abzweigungen weiter ging es so richtig runter und die Gänge wurden schon enger, nasser und kälter, aber äußerst interessant.

Diese so genannten Felsengänge sind schmale, teilweise kaum mehr als 60 cm breite, meist aber aufrecht begehbare Stollen zur Gewinnung und Weiterleitung von Wasser.

Nach ca. 90 min hatten wir das Tageslicht wieder erblickt. Alles im Allen ein sehr interessante Tour, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Hier noch mal den Link zum Förderverein Nürnberger Felsengänge e.V. , wo man sich über die entsprechenden Führungen informieren kann und ein recht herzliches Dankeschön an Uwe, war eine tolle Führung, hat Spaß gemacht mit dir in die Kasematten zu steigen.

 

Fotos von royusch

 

 

 

 

 



Kategorien:Wanderungen

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