Mit dem Schiff durch die Fjordenlandschaft Chiles III

Donnerstägliche Retrospektive: Mit dem Schiff durch die Fjordenlandschaft Chiles III

Dieser Beitrag wurde ursprünglich 2017 veröffentlich. Im Nachtrag an eine Reise durch die Fjordenlandschaft Chiles in 2005

Unser erster Stop nach dem Auslaufen aus Puerto Montt, war Castro de Chiloé. Castro ist eine Stadt im Süden von Chile mit 41.452 Einwohnern. Sie ist Hauptstadt von Chiloé, der zweitgrößten Insel des Landes, in der Región de los Lagos.

Castro ist die drittälteste Stadt Chiles, die seit ihrer Gründung ununterbrochen bewohnt ist. Vor den Spaniern lebte schon das Volk der Huilliche auf Chiloé. Im Jahre 1540 erkundete Alonso de Camargo die Küstenlinien der Insel vom Schiff aus. Erstmals betreten wurde die Insel am 8. November 1553 von Francisco de Ulloa. Castro wurde am 12. Februar 1567 vom spanischen Kapitän Martín Ruiz de Gamboa gegründet. Die Stadt, die 1594 bereits 8000 Einwohner – mehrheitlich Farmer – zählte, wurde bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts mehrmals von holländischen Piraten geplündert und 1837 durch ein Erdbeben zerstört.

Castro de Chiloé
An der Plaza de Armas mit ihren gepflegten Grünanlagen, dem Mittelpunkt Castros, erhebt sich die Holzkirche der Stadt, die Iglesia de San Francisco. Bereits 1567 stand an dieser Stelle eine erste Kirche. Der heutige 1910–1912 nach einem Brand im Stil der Neogotik von dem italienischen Architekten Eduardo Provasoli neu errichtete Bau ist mit 52 m Länge und 27 m Breite das größte Kirchengebäude der gesamten Insel. Die beiden Türme sind 42 m hoch und weithin sichtbar.
Innenansicht der Holzkirche Iglesia de San Francisco
Berühmt sind auch die palafitos genannten Pfahlbauten der Fischer an der Küste, die vor allem im westlichen Stadtviertel Barrio Gamboa an der Bucht Fiordo de Castro sowie im Nordosten der Stadt an der Küstenstraße Calle Pedro Montt erhalten sind. Viele dieser Stelzenhäuser fielen dem Erdbeben von 1960 und dem anschließenden Tsunami zum Opfer.
Fischerboot bei den Pfahlbauten
Die Kirche Santa María de Loreto de Achao (spanisch: Iglesia de Santa María de Loreto de Achao) ist eine römisch-katholische Kirche in der größten Stadt der Insel Quinchao, Achao. Oft als «Kirche von Achao» bezeichnet – spanisch: Iglesia de Achao – liegt sie in der Diözese Ancud und wurde um 1740 erbaut, als das Chiloé-Archipel noch Teil des Besitzes der spanischen Krone war. Die Achao-Kirche ist eine der ältesten traditionellen Chiloé-Kirchen aus dem 18. und 19. Jahrhundert und überlebt fast unversehrt aus der Missionszeit der Jesuiten. Sie gehört zu einer Gruppe von 16 ikonischen Holzkirchen, die aufgrund ihrer einzigartigen Form der Holzarchitektur, bekannt als „Chilota School of Religious Architecture on Wood“, unter der Bezeichnung «Churches of Chiloé» zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Langsam wurde es Zeit sich aus Castro de Chiloé zu verabschieden, unser Schiff wartete schon und so ging es wie üblich per Beiboot zurück zur „Nordnorge“.

mit dem Beiboot zurück zur „Nordnorge“

Fortsetzung folgt….



Kategorien:Chile, Reisen, Südamerika

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  1. Eine tolle Reise und sehr beeindruckend! Hoffentlich geht das irgendwann wieder ganz spontan. Eine Lapplandreise im Januar ist eine schöne Idee. Da freue ich mich schon auf deine Beiträge
    LG Andrea

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  2. Die Spiegelung der Pfahlbauten und die imposante gelbe Holzkirche … sehr beeindruckend 🙂

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  3. Ein sehr schöner Beitrag!!! Danke fürs zeigen.
    Liebe Grüße Traudl

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  4. Virtuelle Urlaube haben auch ihren Charme und vielleicht eines Tages …?

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  5. Lieber Roland,
    das sind wirklich tolle Bilder. Die Holzkirche und die Palafitos waren bestimmt schön anzuschauen. Leider durften wir C.bedingt damals die Insel nicht betreten, deswegen Danke fürs Mitnehmen und Teilen. So haben wir es jetzt doch noch sehen können 😀
    Liebe Grüße,
    Sandra

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  6. Danke fuer’s Mitnehmen, lieber Roland! 🙂

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  7. Diese beiden Holzkirchen sind herrlich!
    Viele Grüsse
    Christa

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  8. Klasse! Und so interessant! Mit dir gehe ich stets ganz besonders gern virtuell auf Reisen.
    Liebe Grüße!

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  9. Danke für das Mitnehmen auf die Reise! Da kriegt man richtig Lust die Koffer zu packen. 🙂

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  10. Ich liebe das Bild von die palafitos.

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  11. Guten Morgen lieber Roland,
    diese Fjordlandschaft Chiles ist schon sehr interessant und auf ganz spezielle Art sehr schön!
    Dass die Iglesia de San Francisco aus Holz ist erstaunt mich bei dieser imposanten Größe und optisch fast schon wie ein Dom. Das Foto der Pfahlbauten mit der Spiegelung fasziniert mich aber gerade am meisten, weil ich nunmal solche Bilder sehr mag.
    Dankeschön fürs zeigen und liebe Grüße von mir zu dir 🍀

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    • Vielen Dank liebe Hanne, freut mich sehr, dass dir meine Beitrag gefallen hat 😊 Ja, die Pfahlbauten und auch die Iglesia de San Francisco, waren schon was besonderes, da ich bis zu diesem Zeitpunkt, so etwas auch noch nie gesehen hatte.
      Liebe Grüße und dir noch einen wunderschönen Tag, auch wenn es ab und zu mal schneit,
      Roland

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