“Land der aufgehenden Sonne” V, Hachiōji und Mt. Fuji

Donnerstägliche Retrospektive: Japan, eine Reise in das Land der aufgehenden Sonne V

Dieser Beitrag wurde ursprünglich 2017 veröffentlich. Obwohl ich diese Reise bereits in 2004 gemacht hatte, habe ich sie erst nach Beginn meines Blogs zum ersten Mal veröffentlicht.

Der Mount Fuji, oder auch Fuji-san wie er auch respektvoll genannt wird, ist der höchste Berg Japans mit 3776 Meter. Der Kegel des schneebedeckten Vulkans ist schon vom Weiten aus zu sehen und ein beliebtes Fotomotiv und da wollte ich hin, das wollte ich mir gerne aus der Nähe anschauen. Schon bei meinem ersten Japan-Besuch hätte mich ein Ausflug dort hin gereizt, aber wir hatten uns damals für Kyoto entschieden. Jetzt aber hatte ich die Möglichkeit und wollte sie auch realisieren.

“Land der aufgehenden Sonne” V, Hachiōji und Mt. Fuji
Hachioji Keio Plaza Hotel mit Mt Fuji

So leicht, wie ich mir das vorgestellt hatte, wurde es dann doch nicht. Wie gesagt, so einfach eine Fahrkarte kaufen war nicht und das Personal am Bahnhof, verstand auch kein Englisch. Also bat ich meine Kollegen vom Kunden um Mithilfe. Gesagt, getan, mit Zettel und PC-Ausdrucke in japanischer Schrift, ging es erneut zum Bahnhof und jetzt gab es keine Probleme mehr, meine Fahrkarten hatte ich 😀 Jetzt konnte einem Besuch des Fuji-san nichts mehr im Wege stehen.

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Fuji-san ich komme

Einmal musste ich Umsteigen, das war aber kein Problem, da ich meine „Spickzettel“ dabei hatte.

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Otsuki Station umsteigen auf Regionalbahn

und dann war er da, Mt. Fuji, Fuji-san

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Fuji-san

Der Weg nach oben, sollte mir leider verschlossen bleiben, da eine Besteigung mit dem Bus, PKW oder auch zu Fuß, zu der damaligen Jahreszeit nicht möglich war, aber ich konnte damit leben, Hauptsache, ich konnte ihn aus der Nähe sehen.

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Infotafel für das Mt. Fuji Gebiet

Cool, kann einer was verstehen, ich nicht 😀 Ich machte mich aber trotzdem auf den Weg die Umgebung zu erkunden, in der Hoffnung noch ein paar schöne Blicke und Bilder vom Mt. Fuji und der Umgebung zu bekommen. Und da war auch gleich der Erste, der Blick auf den Kawaguchi-See.

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Blick auf den Kawaguchi-See

Der Kawaguchi See ist einer der Seen in der Nähe des Mt. Fuji. Insgesamt gehören fünf Seen zu diesem Mt. Fuji Gebiet, aber fragt mich nicht wie die anderen heißen. Ich bin nur bis zu diesem See gekommen.

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Kawaguchi See mit Mt. Fuji im Hintergrund

Da ich wie gesagt nicht auf den Berg hoch konnte, habe ich mir das Städtchen Kawaguchiko ein wenig angeschaut und hatte wir immer ein Erlebnis der besonderen Art. Aber dazu etwas später.

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Rundfahrt mit dem Sightseeing Bus
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Tempelanlage in Kawaguchiko
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Tempel in Kawaguchiko

Nach meinem kleinen Rundgang durch Kawaguchiko und der Bustour, meldete sich der Hunger so langsam. Wie immer kam die Frage auf, wo gibt es was? In der Nähe des Bahnhofs wurde ich dann fündig. Bestellung erfolgte, wie gewohnt per Bild auf der Speisekarte und die Cola ging so. Dieser Begriff ist wohl rund um die Welt verständlich.

Dann saß ich so beim Essen, es gab eine sehr nahrhafte Nudelsuppe, da spricht mich der Wirt in einem sehr gebrochenen Englisch, aber überaus höflich an und fragt mich wo ich herkomme. Ich sagte, dass ich aus Deutschland käme und da war die „Welt offen“. Ob ich denn Michael Schuhmacher kennen würde, der kommt doch auch aus Deutschland und er wäre der größte Fan überhaupt von ihm. Wow, wir kamen ins Gespräch und da stellte sich mal wieder heraus, keiner muss im Englischen perfekt sein, um sich mit anderen Leuten zu unterhalten. Soll ein Gespräch zustande kommen, wird sich jeder bemühen den anderen zu verstehen und genauso war es auch hier. Wir haben uns super unterhalten, die nächste Cola ging aufs Haus und irgendwann sind wir noch bei Bayern München gelandet, da mittlerweile auch der Sohn mit an der Unterhaltung teil nahm. Es war einfach nur schön!!!

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Mt. Fuji in der Abenddämmerung

Da es so langsam dunkel wurde und mein Zug Richtung Hachioji am Bahnhof schon bereit stand, machte ich mich auf den Weg dort hin.

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Tschüss, Ade, Servus Fuji-san

Was für ein Tag, was für Eindrücke, noch ein letzter Blick in die untergehende Sonne und dann geht es auch schon wieder zurück.

Dieser Tag wird mir immer als schöne Erinnerung erhalten bleiben.

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Sonnenuntergang am Mt. Fuji


Kategorien:Asien, Japan, Reisen

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  1. Fuji-San ist ein geradezu magischer schöner Berg… Und manchmal kommt man ohne viel Sprachkenntnisse, quasi mit Händen und Füßen „redend“ überall hin, lernt freundliche Menschen kennen, und kann die feinsten Unterhaltungen führen. 😉
    Hab einen schönen Sonntag, lieber Roland.

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  2. Das glaube ich gerne, dass dieser Tag in guter Erinnerung geblieben ist!
    VG
    Christa

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  3. Ob die Spitze mittlerweile etwas geschmolzen ist ??? Der schöne Anblick kühlt aber hier etwas 😉

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  4. Ich bin ja auch nicht der Asien Freund aber der Berg ist schon mega schön. Die Aussicht von oben muss schon gewaltig sein.
    Die Unterhaltung über Michael Schuhmacher und Bayern München, ja sowas kann einem passieren und es sind einfach Erlebnisse die dazu gehören.
    Mit Händen und Füssen sich zu unterhalten macht doch auch Spaß ! LG Manni

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    • Genau richtig, mit „Händen und Füßen“ kommt man überall durch.
      Der Fuji-an ist ja normalerweise gesperrt, aber zu einer bestimmten Jahreszeit, pilgern viele Japaner hoch und es soll nicht einfach sein.
      Liebe Grüße,
      Roland

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      • Problem ist vermutlich nicht mal der Weg sondern die Höhe und Aufstiegslänge. Ich weiß es aber natürlich nicht aber das ist bei vielen Bergen so. Wenn man nicht mit Seilbahn oder Fahrzeugen auf eine hohe Ausgangshöhe kommen kann absolviert man unheimlich Höhenmeter zu Fuss und ab ca. 3000 m wird die Luft auch dünner. Also einfach ist das nicht !

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        • Wie ich gerade gelernt habe dauert der Aufstieg ab einer Höhe von ca. 1500 m (kann man wohl hinfahren oder sich hinfahren lassen) ca. 7 Stunden und der Abstieg 4 Stunden. Aufstieg und Abstieg verlaufen auf unterschiedlichen Wege, was diese Route recht abwechslungsreich macht. Für Frühaufsteher ist dies die beste Route, denn der Sonnenaufgang ist quasi auf der gesamten Strecke zu sehen.
          Liebe Grüße,
          Roland

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          • dann reden wir von über 2000 Höhenmeter und das ist wirklich nicht wenig. 7 Std. Aufstieg zeigen dies ja auch. Mein Höchster war ja 3678 m und da hatten wir ca. 1600 Höhenmeter von der besten Ausgangsstelle aus. Also es ist nicht ohne !

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  5. Nichts zieht mich dorthin, trotzdem gerne gelesen und Bilder geschaut!

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