Nordlandreise I

Ich habe lange überlegt, ob ich eine, im Jahre 2003 gemachte Schiffsreise, noch zu „Papier“ bringen soll oder nicht. Sicherlich hat sich in vergangen 20 Jahren einiges geändert und so wird es manche Eindrücke vielleicht nicht mehr geben oder wenn doch, in anderer Form.

Da es aber für mich damals eine interessante Reise war, bei der ich viele wunderschöne Eindrücke mit nach Hause nehmen konnte, habe ich mich entschlossen, sie jetzt doch noch nach all den Jahren aufzuschreiben.

Noch eine Sache zu Beginn, die ich in späteren Beiträgen aber nicht mehr erwähnen werde. Meine damalige Reise habe ich mit der A’ROSABLU (unbezahlte Werbung) gemacht und einige der Informationen habe ich aus den Flyers, die es damals zur Info gab.

So jetzt geht es aber los. Die Nordlandreise startete in Warnemünde und führte über Bergen, Hellesylt, Geiragner Fjord, Tromsö, Skarsvag, Akureyri, Reykjavik, Invergordon und Kopenhagen zurück nach Warnemünde.

Los geht es am 28.06.2003 mit der Einschiffung in Warnemünde und dem recht schnell folgendem Ankerlichten; unsere Reise konnte beginnen. Den ersten Tag verbrachten wir auf See mit der obligatorischen Seenotrettungseinweisung, an der jeder Passagier teilnehmen musste und der Passage um Dänemark, eine der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt, weil sie die Verbindung zwischen Nord- und Ostsee darstellt.

Einschiffung in Warnemünde. Die Warnemünder waren arme Leute. Um 1195 erstmals urkundlich erwähnt, wurde das kleine Dorf schon 1323 von der reichen Stadt Rostock gekauft. Nur so konnte der strategisch wichtige Zugang zur See dauerhaft gesichert werden. Warnemünde bestand damals aus zwei parallel zueinander verlaufenden Häuserreihen, die man der Einfachheit halber „Vörreeg“ (Vorderreihe) und „Achterreeg“ (Hinterreihe) nannte. Die Stadt liegt an der Mündung des Warnow-Flusses und ist Anlegeplatz für viele Kreuzfahrtschiffe.

Ankerlichten; unsere Reise konnte beginnen

Bye, bye and Sailaway

Obligatorischen Seenotrettungseinweisung, an der jeder Passagier teilnehmen musste

Passage um Dänemark, eine der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt, weil sie die Verbindung zwischen Nord- und Ostsee darstellt

Montag der 30.06.2003 Ankunft in Bergen, Norwegen

Bergen, eingebettet in eine Vorgebirgslandschaft, umgeben von sieben höheren Bergen, liegt die Stadt direkt an der Einfahrt zur faszinierenden Fjordenküste West-Norwegens. Einst ehemalige Hauptstadt Norwegens, heute zweitgrößte Stadt des Landes mit 225.000 Einwohner, hat Bergen eine ausgeprägte Geschichte als führender Hafen an der Westküste und Haupt-Kultur-Zentrum vorzuweisen.

Bryggen, früher „Tyskebryggen“ (Deutsche Brücke) genannt, ist die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit Bergens, Die Häuser befinden sich zum Be- und Entladen der Schiffe direkt am Hafenbecken und bilden so einen Kai, die Bryggen. Dicht aneinander gebaut, werden die hohen und schmalen Gebäude heute anderweitig genutzt: als Boutiquen, Antiquitäten- und Souvenirgeschäfte, sowie Restaurants. Durch die schmalen Gassen zwischen den spitzgiebeligen Häuser gelangt man zu langen gestreckten Höfen. Wer hier mit offenen Augen spazieren geht, kann sich anfielen kleinen Details erfreuen. Nach dem verheerenden Brand von 1702 zum größten Teil wieder aufgebaut, steht Bryggen heute auf der UNESCO-List der weltweit verhaltenswerten Kulturdenkmäler.

Der Fischmarkt am Kopf der Hafenbucht (Vaagen) ist leicht zu finden. Abgesehen von Fisch werden Blumen, Obst, Gemüse, Handarbeiten und traditionelle Souvenirs verkauft. Der Markt mit seinem quirligen Leben ist besonders morgens eine Augenweite.

Der Rosenkratz-Turm, erbaute in 1550, diente als Repräsentationswohnsitz des Herrn von Bergenhus, Erik Rosenkrantz. 1944 wurde der Turm bei einer Explosion eines deutschen Munitionsschiffes stark beschädigt. Heute kann man von ihm aus die schöne Aussicht auf die Stadt genießen.

Fortsetzung folgt und wie immer zum Vergrößern der Bilder, einfach anklicken!



Kategorien:Europa, Fotografie, Landschaftsfotografie, Norwegen, Reisen

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  1. Sehr gut, dass die Reise den Weg „auf das Papier“ gefunden hat. Und auch interessant, da die Zeit, die zwischenzeitlich vergangen ist, auch zeigt, was sich geändert hat. Wir waren 2021 in Norwegen und die Wasserfälle waren fast alle „ausgeschaltet“, da es kaum geregnet hatte

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  2. Ist doch besonders spannend — mit soviel Abstand nochmals eine wunderbare Reise zu durchleben 🙂

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  3. Finde ich gut, dass du dich dazu entschlossen hast, Berichte über diese sicher sehr interessante und schöne Reise online zu stellen! Der erste Teil gefällt mir schon mal sehr gut!
    Liebe Grüße!

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  4. Hallo Roland,
    da ich dort noch nie gewesen bin, mir es aber der Norden sehr angetan hat, freue ich mich sehr, dass du diese Reise „zu Papier bringst“, bzw. ins Netz stellst.
    VG
    Christa

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  5. Hallo Roland,
    ich freue mich auf die kommenden Berichte, danke fürs zeigen. Auch bei mir werden Erinnerungen an die Rundreise vor 20 Jahren geweckt.
    Viele Grüße, Brigitte

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  6. Vielen Dank Roland, solche Berichte sind für Zugvögel immer interessant. Vielen Dank. LG Wolfgang

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  7. Schoen, lieber Roland, dass Du Dich dazu entschlossen hast, doch noch ueber diese laenger zurueckliegende Reise zu berichten. Ich freue mich schon auf die weiteren Posts.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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  8. ich finde eine Urlaubsreise ist nicht zeitgebunden hier zu veröffentlichen. Hast also alles richtig gemacht ! LG Manni

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  9. Schiffsreisen sind überhaupt nicht mein Ding und diese Riesen machen mir sogar etwas Angst, Roland. Aber deine Bilder und auch der Bericht dazu ist super und wäre sehr schade, wenn du es uns vorenthalten würdest!
    Liebe Grüße, Hanne

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  10. Was ist falsch daran, in die Vergangenheit zu blicken und uns auf eine Reise mitzunehmen, die Sie vor ein paar Jahren gemacht haben? Tu es einfach, wir verfolgen es mit voller Aufmerksamkeit.

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  11. Ich finde alle Reiseberichte spannend. Unabhängig davon, wann sie gemacht wurden.

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  12. Haaa… dann poste ich meine auch mal 🙂 wir waren 2017 bis oben auf Spitzbergen – herrlich – deine Fotos machen meine Erinnerungen daran gerade wieder wach … toll

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  13. Oh, lieber Roland, da hätten wir uns ja fast in Bergen treffen können. Im Jahr 2000 war ich mit meinem Bruder, meiner Schwägerin und meiner Freundin in Südnorwegen mit dem Wohnmobil unterwegs…
    Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.
    Liebe Grüße Hedwig

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  14. Wenn ich die Rettungswesten so sehe, muss ich immer daran denken, dass der Film „Titanic“ in den USA besser ankam als das Schiff. 😆 😆

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