Arizona, USA, eine Reise durch berühmte Wüsten- und Canyonlandschaften I

Donnerstägliche Retrospektive: Arizona, USA, eine Reise durch berühmte Wüsten- und Canyonlandschaften I

Dieser Beitrag wurde ursprünglich 2018 veröffentlich. Im Nachtrag an unsere zweite Wohnmobilreise in 2009 durch Arizona.

Nach unsere ersten WoMo-Reise durch New Mexico, wollten wir mit all unseren gewonnen Erfahrungen erneute einen WoMo-Trip wagen. Diesmal sollte es der Nordosten von Arizona (Grand Canyon State) sein. Aus dem 25ft WoMo wurde aber ein 21ft WoMo. Wir wollten nicht noch mal „unnötige Platz“ durch die Gegend fahren.

Arizona-Rundreise
Arizona-Rundreise

Geplant war die Strecke Ruidoso – Springerville – Chinle – Monument Valley – Grand Canyon – Flagstaff – Springerville und zurück nach Ruidoso.

Während der Rundreise wollten wir uns den Canyon de Chelly, die Naturale Bridges, den Lake Powell, das Monument Valley und natürlich den Grand Canyon von seiner Nord- und Südseite anschauen und das ein oder andere was wir sonst noch auf unserem Weg entdecken würden.

Jetzt wird sich der ein oder andere Fragen, wie kommt man gerade auf Ruidoso? Das ist ganz einfach, wir haben Familie dort und somit sollte es auch diesmal wieder unser „Heimatbasis“ werden, von der wir unsere Ausflüge starten wollten.

Start und Ziel war also wie immer Ruidoso, NM. Ruidoso, ein kleines Städtchen mit etwa 7.700 Einwohnern liegt in den Bergen der Sierra Blanca und ist ein beliebter Wintersportort. Diese Resort-Gemeinde liegt in der Nähe der sehr bekannten Skipisten von Ski Apache, welche im Besitz der Mescalero Apachen sind. Sollte mal jemand nach Ruidoso kommen oder in die Nähe sein, dann unbedingt ein Stop beim  Cafe Rio einlegen. Cafe Rio ist für seine Pizzen bekannt und wird als eine der besten, wenn nicht sogar als beste Pizzeria von New Mexico bezeichnet.

Nach ein paar Tagen „Familienurlaub“, war es dann soweit, unser Arizona-Rundreise konnte beginnen.

Von Ruidoso aus führte uns der Weg Richtung Westen, Richtung Apache National Forest. Auf halber Strecke kamen wir am „Very Large Array“, kurz VLA genannt, vorbei. Das VLA ist ein Interferometer für astronomische Beobachtungen im Radiobereich. Die Anlage befindet sich auf der Ebene von San Agustin zwischen den Städten Magdalena und Dativ, etwa 80 km von Soccoro entfernt. Hier wurde unter anderem der Film „The First Contact“ gedreht.

Weiter ging es auf dem „Magdalena Livestock Driveway“ Richtung Springerville, Arizona.  Zwischen 1885 und 1971 wurde diese 5 – 10 Meilen breite „Straße“ benutzt, um Schafe und Rinder von und nach Magdalena, New Mexico oder Springerville, Arizona zu transportieren/treiben. In Spitzenzeiten passierten diesen Ort an die 150.000 Schafe und 21.000 Rinder. Während solch eines Trips bewegten die Cowboys und Hirten die Schafe etwa 5 Meilen und die Rinder etwa 10 Meilen pro Tag. Somit hatten die Tiere genügend Zeit um zu grasen. 1971 wurde dieser Trail offiziell geschlossen.

Etwas südlich von Springerville, suchten wir uns einen Campground (Alpine Ranger Station) für die Nacht, da wir am folgenden Tag über Ganado nach Chinle wollten.

Der Hubbell Trading Post ist eine National Historic Site, ein historischer Handelsposten am Rande der Ortschaft Ganado. Die Station wurde 1876 von John Lorenzo Hubbell gegründet und gehörte zu den wichtigsten Einrichtungen des Handels mit den Navajo-Indianer.

Da ich mich sehr für die Indianer-Kultur interessiere, war es für mich natürlich ein Erlebnis, solch einen alten Handelsposten mal live zu sehen. Medienberichte sind zwar schön, aber live ist natürlich besser 😉

Nach einer kleine Kaffeepause sollte es weiter Richtung Chinle gehen, zum Canyon de Chelly National Monument. Aber während wir so da saßen und die Umgebung genossen, kam ein 19ft WoMo von Cruise America vorbei. Es war zu der Zeit wohl die erste Saison, dass Cruise America diesen Typ von WoMo’s angeboten hatten. Für uns stand fest, sollten wir noch mal eine Tour machen, dann wird dies unser nächstes WoMo.

In der Nähe von Chinle, im Gebiet der Navajo-Nation, im Nordosten von Arizona liegt der Canyon de Chelly, zu deutsch, der Felsencanyon. Dieses National Monument liegt auf rund 1.600 Meter ü.M. und besteht aus drei Haupt-Canyons, dem Canyon de Chelly, dem Canyon del Muerto und dem Monument Canyon. Die in den Canyons befindlichen Zeugnisse menschlicher Siedlungen weisen darauf hin, das die ersten Besiedlungen bereits vor ca. 4500 Jahren statt gefunden haben muss.

Der Spider Rock – zwei etwa 240 Meter hohe Felsnadeln sind das Wahrzeichen des Canyon de Chelly. In der Mythologie der Diné sind die Kuppen der Wohnort der Spinnenfrau (Spider Woman). Nach den Stammesmythen brachte sie den Menschen die Kunst des Webens bei und wird dafür noch heute verehrt. Sie soll aber auch kleine ungehorsame Kinder verschlingen. (Die weißen Gipfel sind der Überzeugung nach die Gebeine der Kinder).

Die White House Ruin – eine kleine Siedlung, gebaut vor etwa 1000 Jahren zur Zeit der frühen Pueblo-Kultur. Sie besteht aus zwei Teilen, einem am Fuß der Felswand und einem zweiten einige Meter darüber in der Felsnische gelegen. Die Außenmauer des oberen Hauses besteht aus weißem Stein, daher der Name. Ein zwei Kilometer langer Weg führt vom Aussichtispunkt White House Overlook zur Ruine hinunter.

(Hier musste ich Wikipedia etwas in Anspruch nehmen 😉 )

Hier hätte ich noch stundenlang sitzen und den Ausblick genießen können. Der Ort hat irgend was mystisches an sich. Irgendwann werde ich mal zurückkehren und mehr Zeit mitbringen.

Fortsetzung folgt….



Kategorien:Arizona, Fotografie, Landschaftsfotografie, Nordamerika, Reisen, USA

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  1. Wunderschöne Reise und im Oktober bist du wieder in der Gegend, toll! Ich bin von der Landschaft und den roten Felsen so begeistert und den Canyon de Chelly National Monument konnten wir leider nicht besuchen.
    LG Andrea

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  2. Lieber Roland,
    Deine Reiseroute kommt mir teilweise bekannt vor, ebenso wie Dir meine, die uns hier nach Cortez in Neu Mexiko gefuehrt hat, bekannt vorkommen duerfte, denn fuer ein Stueck ueberlappen sie sich. Wir sind vorgestern von St. George in Utah nach Cortez in Neu Mexiko gefahren, und zwar ueber Fredonia, Jacob Lake und Page [auf der 89A], und dann weiter ueber Kayenta. Von da aber weiter auf US 160 am Four Corners Monument [leider wegen Covid gechlossen, wie Alles, was auf „tribal Land“ liegt] vorbei eben nach Cortez hier. Ist das nicht ueberall eine absolut fantastische Landschaft? Wir haben unterwegs so viele Pausen zum Fotografieren gemacht, dass wir erst im Zappendusteren hier angekommen sind.
    Gestern war Mesa Verde „dran“. Fier heute hatten wir eigentlich Canyons of the Ancients geplant, legen aber, weil die zum Einen relativ weit auseinander liegen und weil wir uns in der Hitze keine anstrengenden Klettereien ueber Stock und Stein zumuten wollen, einen Ruhetag ein, in einer Unterkunft die in einer wahnsinnig schoenen Landschaft, im McElmo Canyon, liegt, etwa 15 Meilen ausserhalb von Cortez. Morgen geht es dann weiter nach Santa Fe,
    Liebe Gruesse von „The Kelly Place“ [https://www.kellyplace.com/], und mach’s gut,
    Pit

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    • Vielen Dank Pit 😊 Wunderschöne Strecke, die dir da gefahren seit. Die Strecke von Jakob Lake bis nach Cortez kenne ich, sie ist wunderschön, durch diese atemberaubenden Landschaften. Wenn ihr schon in Jakob Lake wart, habt ihr einen Abstecher zum North Rim des Grand Canyon gemacht?
      Ich hoffe mal, dass bis Oktober wieder alles offen ist, da ich doch gerne von Durango, Co einen Tagesausflug nach Chaco Canyon machen würde. Kleine Verbesserung, Cortez liegt in Colorado 😉
      Wünsche euch weiterhin eine schöne Reise und freue mich schön auf deine späteren Beiträge,
      Roland
      p.s. wenn du wieder zu Hause bist, melde ich mich nochmal bei dir, da mich interessieren würde, wie genau du eure Unterkünfte planst. Bei uns ist es nämlich noch nicht sicher, ob RV oder doch PKW und Hotel.

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      • Lieber Roland,
        mit Cortez hast Du natuerlich Recht. Zu meiner Entschuldigung: hier in der „Four Corners Region“ kann man schon einmal durcheinander kommen mit den Bundesstaaten. 😉
        Den Abstecher zum North Rim haben wir leider auslassen muessen, denn der Tag war mit 587 Meilen schon lang genug, Wir sind auch so schon erst im Dunkeln am Zielort eingetroffen, u.A. weil wir auf dieser wahnsinnig schoenen Strecke eine Menge Pausen fuer Fotos gemacht haben.
        Ich halte Dir die Daumen, dass Du im Oktober wieder in die USA fliegen kannst. Hat Biden eigentlich die Grenzen fuer Europaeer wieder geoeffnet? Mir ist davon noch nichts bekannt. Aber wenn Du kommst, dann koennten wir uns vielleicht sogar treffen, weil wir in der zweiten Oktoberhaelfte fuer ein paar Tage in Las Vegas sind, und darum herum mehr vom Suedwesten planen. Ich halte Dich bezueglich unserer Planungen auf dem Laufenden.
        Zu unseren Unterkuenfetn und unseren Planungen fuer Reisen schreibe ich dann mehr, wenn wir wieder zuhause sind. Wir koennten uns ja auch mal „vis-a-vis“ darueber unterhalten. In einem Gespraech laesst sich Vieles besser klaeren/diskutieren. Ich koennte dafuer auf Zoom, Google Duo oder Skype zurueckgreifen.
        Liebe Gruesse aus Santa Fe,
        Pit

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        • Hervorragende Ideen mein lieber Pit 😊 Jetzt genießt erst mal eure Reise, alles andere wird sich schon finden.
          Danke für den Hinweis auf die Grenzöffnung. Muss ich direkt mal im Reisebüro nachfragen. Buchen wäre wohl kein Problem, aber wie schaut es danach aus; kommen wir rein, was ist mit Quarantäne …..
          Bin gerade dabei mal eine Route zu erarbeiten. Wird wohl so in etwa 2/3 Utah, 1/3 Colorado. Das Hauptproblem, wie ich feststellen musste, sind die diversen Science Roads in Colorado, die bereits ab Labor Day geschlossen sind. Also dann doch lieber mehr in Utah rumfahren. Na, schauen wir mal 😉
          Liebe Grüße
          Roland

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  3. Da werden Erinnerungen wach!
    U,a, wollte sich mein Mann dort mit einem Bier den Durst stillen – es gab aber nur alkoholfreies Bier und zwar, leider habe ich kein Foto gemacht, Paulaner!!
    Aber selbstverstaendlich haben wir viele andere Erinnerungen!
    Viele Gruesse
    Christa

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    • Vielen lieben Dank Christa, freut mich, dass dir mein Beitrag gefallen hat 😊 Ja, alkoholische Getränke gibt es nicht in den Reservaten. Aber das mit dem Paulaner ist schon interessant, war sicherlich auch nicht gerade günstig.
      Liebe Grüße
      Roland

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  4. tolle Bilder und der rötliche Fels hat natürlich was ganz besonderes ! LG Manni

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  5. Ich liebe deine Reiseberichte! 🙂

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  6. Thanks again for sharing this part of your jouney. 🙂

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