Der „See ohne Namen“

Im August 2017 bin ich während einer Radtour an einem Gewässer vorbeigekommen, das mich stark an meine Zeit in den USA erinnerte. Genauer gesagt, an meine Zeit in New Orleans / Louisiana mit seinen Sümpfen. Genau wie dort, sah auch dieses Fleckchen Erde aus, nur das es direkt neben der B2 kurz vor Heroldsberg war. Durch dessen, dass mich dieses Gewässer von seiner Optik her so beeindruckt hatte, wollte ich mehr darüber in Erfahrung bringen. Leider blieb mir dies nicht vergönnt, da ich weder einen Namen noch sonstige Hinweise finden konnte. Also hatte ich ihn kurzerhand den „See ohne Namen“  genannt.

Heute, nach knapp zwei Jahren, wollte ich wieder an diesem Ort zurückkehren. Ich wollte sehen, ob es meinen „See ohne Namen“ noch gab. War er noch da oder auf Grund des trockenen Sommers im letzen Jahr ausgetrocknet?

Die Überraschung war groß, mein „See ohne Name“ war noch da, sah aber ganz anders aus, als ich ihn in Erinnerung hatte. Dieses damalige Gewässer, komplett mit Wasserlinsen bedeckt, war nicht mehr vorhanden und da sich genau dieser Anblick bei mir so „eingebrannt“ hatte, war die Enttäuschung groß. Sie verflog aber relativ schnell, da die Spiegelungen im Wasser beeindruckend waren.

Wie sich nebenbei herausstellte hat mein „See ohne Name“ tatsächlich einen Namen, nämlich „Schiessturmlach“. Ein kleines Schild, an einen Baum genagelt, wies mich darauf hin. Ob dieses Schild schon damals da war und ich es nur übersehen hatte oder ob es in den  letzen zwei Jahre dazu gekommen war, weiß ich allerdings nicht. War auch egal, mit diesem Namensschildchen sollte es nun möglich sein, nähere Informationen zur „Schiessturmlach“ zu bekommen.

Zum Vergrößern Foto bitte anklicken!

Bei meinem Recherchen ergab es sich dann, dass der Name von der Waldabteilung Schiessturmlach herrührt und dieses Gewässer ein Teil eines bemerkenswertes Biotopmosaik im Sebalder Reichswald ist. Bereits in den 1980er wurde diese Fläche entlang des Flüsschen Gründlach wieder vernässt, damit sich ein Erlenbruch mit anschließender Laubholzaue regenerieren konnte. Wasserstau kombiniert mit der Freistellung von Fichten und Kiefern bewirkten die Renaturierung eines Anmoores mit Wollgras, Sonnentau und Torfmoosen.

 

Zum Schluß, wie gewohnt der Link zu meiner Fahrradtour in Komoot.



Kategorien:Fahrradtouren, Fotografie, Landschaft, Natur, Outdoor-Aktivität

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