Weltkulturerbestadt Bamberg II

Vom „Aussichtpunkt“ Internationales Künstlerhaus Villa Concordia geht es hinüber an der Touristen-Information und der City-Altstadt Tiefgarage vorbei zum Hexenmahnmal. Dieses Mahnmal soll als Brandmal an die mittelalterliche Hexenverfolgung in der Stadt erinnern. Es handelt sich beim Denkmal um eine 7 x 2 m große rost-stählernde Bodenplatte mit Aussparungen. In diese wurden die orangefarbenen Acrylglasplatten eingelassen, die von unten per LED-Leuchten angestrahlt werden. Bei Nacht entsteht dadurch ein sehr beeindruckendes Bild, denn das ausströmende Licht wirkt wie der Feuerschein von Scheiterhaufen, die damals in der Domstadt brannten.

Gleich gegenüber des Mahnmals befinden sich die alten Gerberhäuser am Ludwig-Kanal. Das Gerberhandwerk ist seit dem 14. Jh. in Bamberg nachweisbar. Mit dem Aufkommen von Lederfabriken zu Ende des 19. Jhs. begann der Niedergang des Gerberhandwerkes. Über Jahrhunderte waren Gerbereien in den Häusern am Ludwig-Kanal ansässig. Diese verarbeiteten Tierhäute zu Leder. Für die aufwändige Herstellung benötigten sie stattliche Anwesen mit Werkstätten und Lagerräumen. Unter dem Dach in den Trockengeschossen wurden die Häute getrocknet, die vorher mit großen Mengen Wasser gespült werden mussten.

Weiter führt uns unser kleiner Rundgang durch Bamberg hinüber zum Grünen Markt. Doch vorher werfen wir noch einen Blick in die „Lange Straße“ in der es  Geschäfte aller Art gibt. Das schöne daran, wie ich finde, ist, dass die alten Häuser erhalten werden und nicht durch Neubauten ersetzt werden.

Der Grüne Markt ist der zentrale Platz in der Bamberger Fußgängerzone. Hier befinden sich die Kaufhäuser, der Gabelmann (Neptunbrunnen „Gabelmoo“), die Martinskirche, Cafés und Restaurants, sowie natürlich Marktstände mit allem, was die jeweilige Jahreszeit an frischem Ost und Gemüsen hergibt.

Die Martinskirche wurde zwischen 1686 und 1693 erbaut und besitzt eine Barockfassade, welche von Georg Dientzenhofer entworfen wurde. Mit dem Bau der Martinskirche begann für Dientzenhofer eine ganze Ära an Bauunternehmungen in Bamberg, nämlich die Neue Residenz, und verschiedene Klöster, unter anderem das Kloster Michelsberg. 1693 wurde die Kirche geweiht.

Am Ende des Grünen Marktes liegt der Maximiliansplatz mit Rathaus und Maximiliansbrunnen. Das Neue Rathaus befindet sich in einem ehemaligen Klerikseminar mit Weihbischofhof an der Ecke zur Hauptwachstraße. Erbaut wurde es 1732-1737 nach Plänen von Balthasar Neumann durch Justus Heinrich Dientzenhofer und Michael Küchel. Das gesamte Gebäudeensemble wurde 1939-43 nach Plänen von Peter Keh umgebaut und rückwärtig ergänzt. Seitdem wird es als Neues Rathaus genutzt. Der Maximiliansbrunnen hat seinen Namen vom Bayrischen König Maximilian I. Joseph (Bayern) und wurde von Ferdinand von Miller 1888 geschaffen. König Max I. Joseph steht auf dem Hauptbrunnenpfeiler und wird flankiert von bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt Bamberg;

  • Heinrich II., 973–1024, Gründer des Bistums Bamberg
  • Kunigunde von Luxemburg (heilige Kunigunde), 980–1033, Gemahlin Heinrichs II
  • Otto I. von Bamberg, 1060–1139, heiliggesprochener Bischof von Bamberg
  • Konrad III., 1093–1152, deutscher König, geboren und gestorben in Bamberg

Zum Vergrößern Foto bitte anklicken !



Kategorien:Outdoor-Aktivität, Wanderungen

Schlagwörter:, , , , , , , , , , , , ,

  1. die Aufnahme der Gerberhäuser ist super ! Danke für den Stadtrundgang !!!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: